EUROW 2018 in Ottensheim

(01.06.2018 - 16:11 Uhr)

Bei der am 26./27. Mai bei heißem Sommerwetter auf der nächstjährigen WM-Strecke in Ottensheim ausgetragenen EUROW gab es in den sonntägigen Finalläufen 3 Medaillen für Bregenz, dennoch war die Bilanz nicht nur positiv.

Dominik/Fabian sorgten fast schon gewohntermaßen für eine Medaille

Silber gabs für Dominik auch...

... im Einer

Dominik/Fabian im Duell mit den Villarchern

Chiara/Saskia im JWB-2x

Start zum JWA-2x mit Julie/Beatrice

Martin holt im JMA-1x...

... die Bronzemedaille

Ute im A-Finale des W-1x

Das Bregenzer Team in Ottensheim

Der RV Wiking Bregenz war mit 11 Aktiven nach Oberösterreich angereist - am Freitag musste die Mannschaft nach der Ankunft noch bei Regen die Boote aufmontieren bzw. noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Wasser absolvieren, für den Rest des Wochenendes strahlte die Sonne vom Himmel. Bei den bis 16jährigen (Schüler, Junioren B) fanden am Samstag bei mehr als 6 startenden Booten geloste Abteilungsrennen statt, die Rennen am Sonntag wurden entsprechend den Ergebnissen vom Samstag gesetzt und waren somit die Finalläufe, bei den Älteren (Junioren A und Senioren) gab es an beiden Tagen jeweils Vorlauf und Finale.

Wie schon bei den letzten beiden Regatten waren es v.a. die jüngsten Bregenzer Athleten, die für den RV Wiking die Kastanien aus dem Feuer holten und sich mit Medaillen schmücken durften: Im Schüler-Einer (Jahrgang 2004 und jünger) musste Dominik Reimann auf der 1000m-Strecke wie bereits vor 1 Monat in Klagenfurt nur dem auch hier überlegen siegenden Villacher Hannes Gietler den Vortritt lassen, konnte aber den Rest des Feldes klar hinter sich lassen und erruderte sowohl am Samstag als auch am Sonntag den 2. Rang (für den es nur am Sonntag eine Silbermedaille gab).

Auch im Schüler-Doppelzweier, den Dominik mit seinem Partner Fabian Kienreich bestritt machten die Villacher (wieder Hannes Gietler, dieses Mal mit Partner Bernd Pfutscheler) den Bregenzern einen Strich durch die Rechnung: Am Samstag erwischte das Bregenzer Boot einen Super-Start und konnte auf der ersten Streckenhälfte einen Vorsprung von etwa 2 Bootslängen herausrudern, auf der zweiten Rennhälfte schoben sich die Villacher dann aber immer näher an die Spitze heran und schafften es am Ende gerade noch Dominik/Fabian abzufangen (wie schon in Klagenfurt) - sie gewannen mit 0,74 s Vorsprung. Am Sonntag erwischten die Villacher den Start deutlich besser, wodurch die beiden Boote den Großteil des Rennens Bug an Bug kämpften. Und wieder hatten die Villacher im Ziel ihren Bugball vorne, dieses Mal sogar um rund 2 s. Natürlich ärgert man sich im ersten Moment über knapp verpasste Siege, die Leistung der beiden kann sich aber durchaus sehen lassen, lagen die Boote aus Villach und Bregenz doch überlegen vor dem restlichen Feld.

Ihr erstes Rennen über die Normaldistanz im Juniorinnen B-Doppelzweier (Jahrgang 2002/03, 1500m) bestritten Chiara und Saskia Dueler und mussten erkennen, dass die Trauben in dieser Altersklasse höher hängen als noch letztes Jahr bei den Schülerinnen. Am Samstag erreichten sie den 5. Rang und konnten dabei das Boot von Wiking Linz hinter sich lassen. Die Linzerinnen revanchierten sich im Finale B am Sonntag, in dem sie knapp vor den Bregenzerinnen blieben, die schließlich den 5. Rang belegten (Gesamt-11.). Dabei starteten Chiara/Saskia an beiden Tagen recht gut ins Rennen, fielen jedoch auf der 2. Streckenhälfte ab - hier heißt es fleißig trainieren...

Nicht an ihre Leistung in Klagenfurt (Silbermedaille) anknüpfen konnten Julie Praeg/Beatrice Jäger im Juniorinnen A-Doppelzweier (Jahrgang 2000/01, 2000m). Am Samstag setzte es mit dem 5. und letzten Platz im Vorlauf eine herbe Enttäuschung - nicht ganz unerwartet. Zum Teil auch bedingt durch Krankheiten und Maturastress waren die beiden nach Klagenfurt erst 3 Tage vor dem Rennen wieder gemeinsam ins Boot gestiegen und hatten wohl auch physiologische Defizite. Es galt nun, das Beste aus der Situation zu machen. Julie/Beatrice begannen damit im samstägigen B-Finale, in dem sie immerhin 2. und Gesamt-8. wurden. Am Sonntag konnten sie sogar ihren (zwar leichteren) Vorlauf gewinnen und sich fürs A-Finale qualifizieren. Dort konnten sie auf der ersten Streckenhälfte noch recht gut mithalten, mussten schließlich aber mit dem 5. Rang vorlieb nehmen. Auch für diese beiden muss das Motto nun heißen: Trainieren, trainieren...

Eine unglaubliche Serie an Krankheiten oder Verletzungen hat Martin Bischof hinter sich (glücklicherweise stellte sich eine kürzlich erlittene Handverletzung doch nicht wie zuerst befürchtet als Fraktur heraus), sodass er in Ottensheim im Junioren A-Einer in seinem 2. Jahr in dieser Altersklasse zum ersten Mal ein Rennen über die Normaldistanz ruderte. Ihm fehlt natürlich die Rennerfahrung der letzten Jahre, insbesondere hat er noch Probleme mit den notwendigen hohen Schlagzahlen. Am Samstag belegte Martin nach einem 3. Vorlaufrang im B-Finale den 2. und somit Gesamt-8. Rang (von 15). Am Sonntag ruderte er im, bei nur noch 6 startenden Booten eigentlich nicht notwendigen, "Vorlauf" bzw. "Race for lanes" locker auf den 4. Platz. Im Finale ruderte er dann sein bestes Rennen und konnte die Bronzemedaille errudern. Er blieb dabei vor dem Villacher Jakob Lindner, der am Vortag im A-Finale 5. war. Hoffentlich hält der Trend an...

Einen schweren Stand hatten die Bregenzer Starter in der allgemeinen Klasse (2000m), wo die Rennen von den Eliteruderern der Nationalmannschaft dominiert werden. Gewohnt recht gut schlug sich Ute Simma im Frauen-Einer. Im Vorlauf am Samstag hatte sie zwar gegen die Österreichischen Top-Ruderinnen keine Chance, konnte den Rückstand aber in Grenzen halten, im B-Finale die Ruderin aus Regensburg hinter sich lassen und wurde 2. (Gesamt-8.). Am Sonntag schaffte sie mit dem 3. Vorlaufplatz sogar den Sprung ins A-Finale, in dem abmeldungsbedingt dann nur 4. Boote starteten - Ute wurde 4., blieb aber nur gut 3,5 s hinter Bronze.

Matteo Nussbaumer machte auf dem Wasser erste Erfahrungen mit dem im Vergleich zur Junioren A-Leichtgewichts-Klasse, in der er letztes Jahr im Einer ÖM-Bronze geholt hatte, höheren Niveau der Männer-Leichtgewichts-Klasse. Es gab kein Leichtgewichts-Rennen, daher startete er am Samstag im offenen Männer-Einer: Nach einem 5. Vorlaufrang wurde er im C-Finale 4. (Gesamt 16.), unmittelbar vor dem Ottensheimer Dimitri Efremov, mit dem er am Sonntag gemeinsam das Rennen im Männer-Doppelzweier bestritt. Für die beiden jungen Sportler gab es nichts zu holen, sie wurden in Vorlauf und Finale jeweils 5.

Nichts zu holen gab es auch für Julia Hagspiel/Caroline Zlimnig im Frauen-Doppelzweier, in dem in Österreich wie in den meisten Bootsklassen im Frauenbereich leider die Breite fehlt. Sie mussten durchwegs gegen Boote mit Ambitionen auf internationale Entsendungen antreten, wofür ihnen einige der Eliteruderinnen auch ihren Respekt bekundeten. Sie ruderten am Samstag sowohl im Vorlauf als auch im Finale (bei dem sie zusätzlich von Wellen vom sie unnötigerweise überholenden Schiedsrichterboot gehandicapt wurden) auf den 3. Rang, am Sonntag wurden sie zweimal 5.

<- Zurück zu: Home



RV Wiking Bregenz - Am Strandweg 40 - 6900 Bregenz