Kranzlmüller/Reimann fahren zur U23-WM und zur U23-EM

(27.06.2017 - 22:37 Uhr)

Sarah Reimann wird den RV Wiking Bregenz bei den U23-Weltmeisterschaften vom 19. bis 23. Juli 2017 in Plovdiv / Bulgarien und bei den U23-Europameisterschaften am 2./3. September 2017 in Kruszwica / Polen vertreten, und zwar jeweils im Frauen-Doppelzweier mit ihrer Oberösterreichischen Partnerin Miriam Kranzlmüller, die ebenfalls eine "Wikingerin" ist (Wiking Linz).

Miriam (links) und Sarah bei der Siegerehrung am Sonntag (im für Sarah ungewohnten Linzer Ruderanzug)

Regattastrecke Wien

Beim Aufwärmen am Samstag

Kurz nach dem Start im Finale am Sonntag

Vom 23. bis 25. Juni 2017 fanden auf der Neuen Donau in Wien die letzten Rennen statt, bei denen die Möglichkeit bestand, sich durch gute Leistungen für eine Entsendung zur U23- oder Junioren-WM bzw.  zum Coupe de la Jeunesse zu empfehlen.

Am Abend des 23.6. (Freitag) veranstaltete der ÖRV ein Einzelzeitfahren - dabei ging es darum, möglichst wenig hinter einer Relationszeit zu liegen, welche für jede Bootsklasse aus den weltbesten geruderten Zeiten berechnet wird. Angesichts des in Wien dominierenden Gegenwinds wurde die Rennrichtung dabei umgekehrt und vom Ziel zum Start der Regattastrecke gerudert, um den Athleten bei Mitwind eine bessere Chance auf eine gute Zeit zu geben. Miriam und Sarah ruderten ein recht gutes Rennen, haderten schlussendlich aber nach verpasstem Limit etwas mit dem zum Zeitpunkt des Rennens nahezu verschwundenen Mitwind.

Nun galt es, sich voll auf die Rennen der Wiener Internationalen Regatta am Samstag und Sonntag (24./25.6.) zu konzentrieren, bei welcher an beiden Tagen jeweils Vorlauf und Finale gerudert wurden. Besonders interessant war das Duell mit dem im Frauen-Rennen gemeldeten starken Wiener Juniorinnen-Doppelzweier Jovana Stanivuk / Lara Tiefenthaler (beide STAW), der am Freitag ca. 6 s schneller als das Wiking-Boot war und dabei die für die Qualifikation für die Junioren-WM notwendige Zeit (die natürlich etwas langsamer als jene in der U23-Klasse ist) deutlich unterboten hatte. Das direkte Duell im Frauen-Doppelzweier-Rennen, das am Samstag mit dem Juniorinnen A-Doppelzweier zusammengelegt wurde, gefiel Miriam und Sarah besser als ein Einzelzeitfahren - im Vorlauf zeigten sie eine abermalige Leistungssteigerung und konnten ihn gut 4 s vor Jovana und Lara für sich entscheiden. Im Finale "riss" das Bregenzer/Linzer Duo dann am Start "einen Krebs", d.h. ein Ruder verfing sich im Wasser, wodurch sie mit einem Rückstand ins Rennen starteten, den sie zwar aufholten, durch den Mehraufwand konnten sie den starken Juniorinnen auf der zweiten Streckenhälfte aber nicht mehr standhalten und verloren um gut 8 s.

Da die Niederlage einen offensichtlichen Grund hatte, hakten Miriam und Sarah sie sofort ab und fokussierten sich stattdessen auf die noch ausständigen Rennen am Sonntag (die separat vom Juniorinnen-Rennen ausgetragen wurden). Hier konnten sie sowohl den Vorlauf (um ca. 7 s) als auch das Finale (um ca. 5,5 s) für sich entscheiden und damit im direkten Duell mit den Juniorinnen auf 3:1 stellen.

Noch am Sonntag Nachmittag konnte Wiking Bregenz-Cheftrainer Thomas Böhler, der Miriam und Sarah wie schon bei der Regatta in Bled coachte, den beiden zur Entsendung zur U23-EM in Polen gratulieren, bei der er sie ebenfalls betreuen wird. Erst am Abend des folgenden Montags wurde die Nominierungsliste für die U23-WM in Bulgarien veröffentlicht - der Wiking-Frauen-Doppelzweier befand sich darauf! Für Sarah ist dies nach dem Coupe de la Jeunesse 2016 die 2. internationale Entsendung, die erste zu einem Bewerb der FISA.

Die erfolgreiche Qualifikation von Miriam und Sarah ist eigentlich eine kleine Sensation und stellt einen zwischenzeitlichen Höhepunkt des Projekts "schwerer Frauen-Doppelzweier" dar, das im Herbst 2016 in Völkermarkt mit einem gemeinsamen Trainingswochenende der neu in die Frauenklasse aufgestiegenen Mädchen und der arrivierten Frauen begann. Unter der Federführung von Kurt Traer (Stützpunkttrainer des Ruderleistungszentrums Völkermarkt) folgten Trainingslager in Sabaudia (Italien) und das Ostertrainingslager in Völkermarkt. Die ganze Gruppe der U23-Athletinnen machte dabei, wie auch bei den ersten Regatten der Saison 2017, tolle Fortschritte.

Die Nominierung ist den beiden jungen Damen insbesondere zu gönnen, da sie wegen des notwendigen Trainings nach der heuer bestandenen Matura auf die Matura- und andere Reisen verzichtet hatten.

Der RV Wiking Bregenz gratuliert allen für ein internationales Event qualifizierten Mannschaften und wünscht ihnen erfolgreiche Wettkämpfe!

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