EUROW in Ottensheim als 1. Regatta der Saison 2020

(13.08.2020 - 19:29 Uhr)

Am 11./12. Juli fand mit der EUROW in Ottensheim die erste österreichische Regatta im von der COVID-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 statt. Der RV Wiking Bregenz war mit einer kleinen Abordnung vertreten.

 

 

Die EUROW war zwar ein Zeichen der langsamen Rückkehr zur „Normalität“, so ganz normal war die Regatta dennoch nicht, musste in Oberösterreich doch aufgrund der in den vorhergehenden Tagen wieder steigenden Infektionszahlen die Lockerung der COVID-19-Maßnahmen teilweise wieder zurückgenommen werden. Konkret äußerte sich dies durch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes am Ab-/Anlegefloß und in geschlossenen Räumen (Umkleiden usw.). Die Regatta ging ohne größere Probleme und sehr diszipliniert über die Bühne, sogar mit einem äußerst starken Teilnehmerfeld, wobei neben den österreichischen Booten besonders viele aus Deutschland und auch einige aus der Schweiz dabei waren. Die Bregenzer Abordnung bestand dagegen nur aus 5 Aktiven.

 

Junioren A (Jahrgang 2002/03, Renndistanz 2000 m):

 

Alexander Meßmer im Einer war der einzige Bregenzer in dieser Altersklasse, in die er heuer nach einer sehr erfolgreichen letztjährigen ÖM (3 Medaillen im Junioren B-Bereich, u.a. Gold im Doppelzweier) aufgestiegen ist – und er erlebte gleich, dass die Konkurrenz hier doch etwas härter ist. Im Einer waren 41 Boote am Start, damit folgender Modus: Einzelzeitfahren am Samstag Vormittag, Halbfinals am Samstag Nachmittag und Finalläufe am Sonntag. Im Einzelzeitfahren belegte Alexander den 26. Rang (10. Österreicher), womit er die 3 Halbfinalläufe um die Finals A-C verpasste und in einem der 3 Semifinals um die Finals D-F landete. Alexanders Semifinallauf war am Ende eine knappe Angelegenheit um die Plätze 3-5, wobei er leider den 5 Platz belegte und damit ins Finale F musste. Er blieb 0,28 Sekunden hinter dem 4. Platz, welcher Finale E bedeutet hätte, und 1,34 Sekunden hinter dem 3. Platz. Auf den 2. Platz, der Finale D bedeutet hätte, fehlten gut 4 Sekunden. Im Finale F kämpfte Alexander lange mit Mario Minichberger von Wiking Linz um den Sieg, schließlich konnte sich der Linzer um 1,57 Sekunden durchsetzen, für Alexander blieb somit Platz 2 in diesem Finale bzw. der 32. Gesamtrang, was natürlich nicht ganz den Erwartungen entsprach und wohl auch Ausdruck zu vieler versäumter Trainingseinheiten in den letzten Wochen sein dürfte – es bleiben bis zur ÖM aber noch 3 Monate, um daran zu arbeiten…

Am Sonntag Nachmittag ruderte Alexander gemeinsam mit Mario Minichberger noch ein inoffizielles Doppelzweierrennen gegen andere vom ÖRV zusammengestellte Boote – die beiden kämpften tapfer und belegten Rang 5, konnten aber gegen die Top-Boote nichts ausrichten.

 

 

Junioren B (Jahrgang 2004/05, Renndistanz 1500 m):

Nachdem Dominik Reimann sein letztjähriger Doppelzweierpartner (Alexander Meßmer), der in die Junioren A-Klasse aufgestiegen ist, abhanden gekommen war, bestritt er das Doppelzweier-Rennen mit Fabian Kienreich, womit es ein Comeback des Bregenzer Schüler-Doppelzweiers von 2018 gab. Leider hatten die beiden vor der EUROW nur zwei gemeinsame Trainingseinheiten gehabt, u.a. da erst recht spät klar geworden war, dass die EUROW eine vollständige Regatta (also inklusive Mannschaftsboote) statt der ursprünglich geplanten Rennen im Einer sein würde. Der Modus bei den Junioren B war: Vorlauf am Samstag, Finale am Sonntag. 29 startende Boote bedeutete 6 Vorläufe, wobei ein 1. Rang im Vorlauf Finale A bedeutete, ein 2. Rang Finale B usw. Dominik und Fabian belegten den 4. Rang, was Finale D am Sonntag hieß. Auch hier erreichten die beiden den 4. Rang und damit den 22. Gesamtrang, womit die beiden (verständlicherweise) nicht zufrieden waren.

Sowohl Dominik als auch Fabian starteten außerdem im Einer – 31 Boote am Start und somit der gleiche Modus wie im Zweier. Fabian konnte im 3. Vorlauf den 3. Rang und damit das Finale C am Sonntag erreichen – für das Bregenzer „Leichtgewicht“ ein schöner Erfolg! Im 6. Vorlauf belegte auch Dominik den 3. Rang, womit er am Sonntag im Finale C gegen Fabian antreten musste. Dort konnte Dominik den 2. Rang (Gesamtrang 14) erreichen, Fabian wurde 6. (Gesamt-18.).

 

Juniorinnen B (Jahrgang 2004/05, Renndistanz 1500 m):

Als einzige Vertreterin der Mädchen-Mannschaft startete Veronika Kaizler im Einer. Hier waren 17 Boote am Start. Veronika startete gut und lag am Anfang des Rennens im vorderen Feld, musste mit Fortdauer des Rennens aber mehr und mehr Boote vorbeilassen, v.a. im Endspurt war es noch ein enger Kampf um den 5. Platz, am Ende musste sie jedoch mit dem 6. Rang vorlieb nehmen, was für den Sonntag das C-Finale bedeutete. Dort ruderte Veronika ein ähnliches Rennen wie am Samstag – wieder lag sie nach gutem Start eine Zeit lang an der Spitze, musste dann 2 Boote vorbeilassen, dieses Mal konnte sie jedoch den 3. Rang bis ins Ziel verteidigen und wurde somit Gesamt-15.

 

Schüler (Jahrgang 2006 und jünger, Renndistanz 1000 m):

Nachdem Laurin Natter letztes Jahr im Rahmen des Schulruderns erste Regattaerfahrungen sammeln konnte, folgte nun sein erster Auftritt bei einer „richtigen“ Regatta. Im Schüler-Einer starteten 23 Boote, dies bedeute 6 Vorläufe, in denen jeder Rang ein anderes Finale ergab. Laurin ruderte am Anfang in der hinteren Hälfte des Felds mit und konnte am Schluss mit einem guten Endspurt den 3. Rang erreichen, hatte aber das Gefühl, noch etwas Reserven zu haben. Der 3. Rang bedeutete am Sonntag Finale C, in dem er ein gutes Rennen ruderte und den 3. Rang und damit Gesamt-Rang 15. belegte – insgesamt eine gelungene Talentprobe des Bregenzer Rookies.

 

Fazit: Es gibt noch viel zu tun bis zur ÖM, da ist die Verschiebung der Titelkämpfe auf Mitte Oktober vielleicht gar nicht schlecht…

 

 

 

 

 

 

 

 

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