Bronze für Dominik Reimann bei der ÖM 2018 in Villach

(26.09.2018 - 23:05 Uhr)

Dominik Reimann holt bei der ÖM 2018, welche vom 21. bis 23. September am Ossiacher See in Villach ausgetragen wurden, mit der Bronzemedaille im Schüler-Einer für den RV Wiking Bregenz die Kohlen aus dem Feuer.

Dominik bei der Siegerehrung des SchM 1x mit Bronze...

...und auf dem Weg dahin

Dominik/Fabian im SchM 2x auf dem Weg ins A-Finale

Julie/Beatrice im JWA 2x auf den letzten Metern

Beatrice im JWA 1x auf dem Weg zum B-Finale

Julie im Endspurt des A-Finales im JWA 1x

Matteo im ML 1x: Sieg im B-Finale

Franziska/Chiara: Sieg im B-Finale des JWB 2x bei sehr schwierigem Wasser...

... wie auch bei Martin im JMA 1x

Team Wiking Bregenz

Das Motto der heurigen ÖM schien „Vom Winde verweht“ zu heißen. Bestanden am Freitag noch ideale Ruderbedingungen, begann der Wettkampftag am windigen Samstag gleich mit einer Rennverschiebung und die Rennen dann bei  „schwierigem Wasser“, das sich dann immer mehr den Grenzen der Regularität näherte und diese wohl auch überschritt – die Folge waren Wettkampfunterbrechungen, Verkürzung einiger Rennen in Großbooten auf nur 1000 m und schließlich die Verschiebung der anderen noch ausstehenden Rennen auf Sonntag. Da waren die Bedingungen zwar nicht immer ideal, aber großteils doch recht gut, v.a. gegen Ende hin.

Zum Erfreulichen: Dominik Reimann startete am Sonntag im Schüler-Einer, der eigentlich am Samstag auf dem Programm gestanden wäre. Anstelle von Vorläufen wurde, wie bei allen Rennen am Sonntag, aufgrund der damit verbundenen Zeitersparnis ein Einzelzeitfahren durchgeführt, in dem sich Dominik als Zweiter souverän fürs Finale A qualifizierte – nur der Villacher Hannes Gietler war wie erwartet außer Reichweite. Im A-Finale, das Hannes ebenfalls ganz klar dominierte, kam Dominik an 3. Stelle liegend auf die letzten 250 m, noch hinter dem im Einzelzeitfahren drittplatzierten Daniel Wagner (LIA Wien). Dominik zog noch einen guten Endspurt an und rückte dem Wiener noch etwas näher, der Endspurt kam schließlich aber doch zu spät - im Ziel lag er gut 1 s hinter Daniel, gewann damit aber eine tolle Bronzemedaille – herzliche Gratulation!

Während im Einer wegen der knapp verpassten Silbermedaille nur ein kleines weinendes Auge dabei war, stellte das Rennen im Schüler-Doppelzweier, das Dominik gemeinsam mit Partner Fabian Kienreich bestritt, doch eine schmerzhafte Niederlage dar. Die beiden hatten sich in den bisherigen Saisonrennen mit den Villachern meistens enge Duelle um den Sieg geliefert, hatten auch gut trainiert und waren in Form - man durfte also mit Recht mit einer Medaille spekulieren. Im Einzelzeitfahren qualifizierten sie sich als 4. klar fürs A-Finale. Dort (übrigens aufgrund der erwähnten Rennverschiebungen Dominiks 4. Rennen an diesem Tag!) hatten sie jedoch Probleme mit dem Steuern und blieben mehrmals mit einem Ruder an Bahnbegrenzungsbojen hängen – schließlich blieb leider nur der 4. Rang hinter Villach, Wels und Albatros Klagenfurt.

Einen weiteren (undankbaren) 4. Platz lieferten Julie Praeg/Beatrice Jäger im Juniorinnen A-Doppelzweier: Bei der Streckenhälfte noch auf Bronzekurs mussten sie dann doch die Überlegenheit der mit Nationalkaderathletinnen gespickten Boote von LIA Wien, Ottensheim und Wiking Linz anerkennen. Auch die beiden waren „Opfer“ der Rennverschiebungen – das Doppelzweier-Rennen sollte eigentlich am Samstag stattfinden, wurde aber auf Sonntag verschoben und fand dann außerdem nach dem Vorlauf im Juniorinnen A-Einer statt, in dem beide auch starten sollten. Daher trafen die Trainer gemeinsam mit Beatrice die schwierige Entscheidung, den Einer- Vorlauf ganz locker zu rudern und sie für den Zweier zu schonen – sie wurde schlussendlich im B-Finale (bei schwierigem Wasser) 3., also Gesamt-9. Die im Training in der Regel schnellere Einerruderin Julie sollte dagegen im Einer ihr Bestes geben und qualifizierte sich auch als 5. im Einzelzeitfahren fürs A-Finale, wo sie ebenfalls einen guten 5. Endrang erreichte.

Um weniger als 1 s verpasste Matteo Nussbaumer im Einzelzeitfahren das A-Finale im Männer-Leichtgewichts-Einer - er lag zeitmäßig am Ende einer 5er-Gruppe, die Zeiten innerhalb von 6 s erreichte und den 3. bis 7. Platz belegte... Das B-Finale konnte er gegen den Ottensheimer Dimitrii Efremov souverän gewinnen und wurde somit Gesamt-7.

Auch Franziska Bitsche und Chiara Dueler im Juniorinnen B-Doppelzweier verpassten am Samstag im wahrscheinlich etwas schwierigeren Vorlauf als 5. um gut 3 s das A-Finale, konnten dann jedoch ganz knapp vor Wiking Linz ebenfalls das B-Finale gewinnen. Die beiden haben bei konsequentem Training sicher Zukunftspotential…

Ins B-Finale musste auch Martin Bischof im Junioren A-Einer (ebenfalls am Samstag), nachdem er im Vorlauf 3. wurde und den für das A-Finale notwendigen 2. Rang um knapp 5 s verpasste. Im B-Finale lieferte er sich einen spannenden Kampf mit Max Hornacek (STAW), dem er schließlich um weniger als 1 s den Vortritt lassen musste und somit 2. bzw. Gesamt-8. wurde.

Ute Simma war im Frauen-Einer gemeldet, jedoch krankheitsbedingt nicht am Start.

In der Gesamtbilanz der heurigen ÖM blieb der RV Wiking trotz Dominiks Bronzemedaille hinter den Erwartungen zurück, was aber nicht der einzige Grund für den etwas schalen Nachgeschmack der ÖM 2018 war: Klarerweise beeinträchtigten, wie schon bei der letzten in Villach ausgetragenen ÖM 2015, die schlechten Wasserbedingungen am Samstag, denen auch einige Favoriten zum Opfer fielen, und dann die Rennverschiebungen die ÖM für jene Athleten beträchtlich, die dadurch am Sonntag in kurzer Zeit mehrere Rennen rudern mussten (das anstelle der Vorläufe ausgetragene Einzelzeitfahren machte ein Taktieren außerdem unmöglich und musste voll gefahren werden), was wohl auch zu einigen Abmeldungen führte. Natürlich ist Rudern ein Freiluftsport, und Veranstalter und Jury taten alles, um möglichst fair alle Rennen durchzubringen, es kamen aber doch Diskussionen über die Weisheit einer Austragung der ÖM auf einem windanfälligen See auf, v.a. wenn in Ottensheim eine Strecke mit verlässlich guten Bedingungen zur Verfügung stünde…

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