Regatta auf dem Greifensee bei Zürich 2018

(05.07.2018 - 01:21 Uhr)

Eine Abordnung (11 Sportler) des RV Wiking Bregenz bestritt am Wochenende des 23./24.6.2018 die Regatta auf dem Greifensee in der Schweiz. Entgegen der Wettervorhersage war es ein herrliches Sommerwochenende, und es gab einige gute Rennergebnisse für das Bregenzer Team.

Julia im Leichtgewichts-Elite-Frauen-Einer am Siegerfloß

Elite-Frauen-Einer: Sarah in Aktion...

... und Ute mit dem Preis für den 2. Rang am Sonntag

Elite-Frauen-Doppelzweier: Julia/Caroline im Ziel

"Fan-Corner"

Matteo im "leichten" Elite-Männer-Einer...

... und mit Martin im Elite-Männer-Doppelzweier

Knapp am Sieg vorbei: Chiara/Franziska im U17-Doppelzweier

Kampf um die Plätze im U15-Doppelzweier: Dominik/Fabian

Die Bregenzer Mannschaft

Am Samstag brach die Bregenzer Mannschaft bereits um 5:30 Uhr von Bregenz Richtung Maur am Greifensee auf – die Regatta begann um 10:00 Uhr, das erste Rennen mit Bregenzer Beteiligung war um ca. 10:30 Uhr. (Da es sich um ein Leichtgewichtsrennen handelte, hieß das jedoch, dass die Sportler bereits 2 bis 1 Stunde(n) vor dem Start zur Abwage mussten.) Von Samstag auf Sonntag übernachtete das Team in einer Jugendherberge in Winterthur, wo auch selbst zubereitete bzw. vorbereitete Mahlzeiten eingenommen wurde (Dank an Ute Simma und Teresa Köppel). Die Stimmung war sowohl bei Aktiven und Betreuern als auch im Zuschauerbereich gut, für letzteres sorgte der mitgereiste "Fanclub", der einem Catering-Unternehmen Konkurrenz machen konnte.

Elite-Frauen:

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war es Julia Hagspiel, die im Leichtgewichtseiner der Elite-Frauenklasse (max. 59 kg) als erste Bregenzerin aufs Wasser musste. Sie ruderte am Samstag ein gutes Rennen, musste aber die Überlegenheit der Schaffhausenerin Kristin Mosler anerkennen – sie sicherte sich aber den 2. Rang. Am Sonntag war Mosler nicht am Start – nach einem engen Rennen auf der ersten Streckenhälfte holte sich Julia schließlich ganz klar den Sieg und damit ein goldenes Ruder, den Siegerpreis bei der Greifenseer Regatta.

Im offenen Einer der Elite-Frauen waren an beiden Regattatagen gleich 3 Bregenzerinnen am Start. Hervorragend ruderte Ute Simma – sie musste an beiden Tagen nur Olivia Nacht vom RC Baden den Vortritt lassen, konnte sich jedoch zweimal klar den 2. Rang sichern (an beiden Tagen gewann sie wenig später quasi im Vorbeigehen das halb so lange Rennen im Masters Frauen-Einer). Für Sarah Reimann waren diese Rennen die ersten seit fast 10 Monaten in einem Skull-Boot: An ihrem Studienort in den USA wird nahezu ausschließlich Riemen (v.a. Achter) gerudert, und seit Beginn ihres Sommeraufenthalts in Österreich Ende Mai hatte sie aufgrund der oft schwierigen Wasserbedingungen am Bodensee (welcome home ;-) ) nur wenige Trainingseinheiten im Einer absolvieren können, wodurch sie v.a. im Rennen am Samstag noch Unsicherheiten zeigte und nach einer Beinahe-Kollision den enttäuschenden 6. Platz erreichte. Am Sonntag lief es schon deutlich besser – Sarah konnte Ute lange fordern und erruderte den 3. Platz. Für Caroline Zlimnig, die zum ersten Mal in der Frauenklasse im Einer ein Rennen ruderte, galt es v.a. Rennerfahrung zu sammeln – sie wurde am Samstag 8., am Sonntag belegte sie den 6. Platz.

Als jeweils letztes Bregenzer Boot starteten an beiden Tagen Julia und Caroline auch noch im Elite-Frauen-Doppelzweier. In der Schweiz gibt es in der Regel größere Teilnehmerfelder als in Österreich und damit auch eine größere Leistungsbreite. Julia/Caroline ruderten 2 gute Rennen – sie belegten am Samstag den 4. Platz in der 2. Abteilung, am Sonntag den 6. Platz in einem vollen Feld (am Greifensee 8 Boote) und freuten sich v.a. über die Bord-an-Bord-Kämpfe (während sie in Österreich meist nur gegen übermächtige Boote des Nationalkaders rudern müssen).

Elite-Männer:

Kurz nach Julia startete am Samstag Vormittag Matteo Nussbaumer im Leichtgewichts-Einer der Elite-Männer (max. 72,5 kg), wo er sich in einem vollen 8-Boote-Feld mit Booten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich (bzw. Bregenz) im Mittelfeld klassieren konnte und den 5. Rang holte.

Am Sonntag verzichtete Matteo zugunsten des Elite-Männer-Doppelzweiers, den er zusammen mit dem eigentlich noch der Juniorenklasse angehörenden Martin Bischof bestritt, auf einen 2. Einerstart. In der 2. Abteilung des Doppelzweier-Rennens holten die beiden, ebenfalls bei einem Starterfeld aus 3 Ländern, den 3. Rang.

Junioren A (bzw. in der Schweiz„U19“ )

Am Samstag startete Martin im Junioren A-Einer (oder U19-Einer, wie das in der Schweiz heißt) – eine schmerzhafte Muskelzerrung machte ihm leider zu schaffen, wodurch er das Rennen nach guten ersten 1000m quasi aufgeben musste und nur 6. wurde. Glücklicherweise war Martin am Sonntag wieder renntauglich (s.o.).

Juniorinnen B (bzw. „U17“)

Für eine positive Überraschung sorgten am Samstag Chiara Dueler und Franziska Bitsche im Juniorinnen B-Doppelzweier, für Franziska das erste Rennen über die Normaldistanz in dieser Altersklasse (1500m)! Sie kämpften bis zum Schluss um den Sieg in der 3. Abteilung, den sie schließlich um nur 1 Sekunde dem Boot aus Lausanne überlassen mussten, aber gute 2. wurden.

Am Sonntag nahm Chiaras Schwester Saskia deren Platz im Zweier mit Franziska ein. In der Abteilung mit den besten Booten vom Samstag (quasi das A-Finale) lief es nicht so gut wie am Vortag, die beiden landeten knapp hinter dem Basler Boot auf Rang 8.

Schüler (bzw. „U15“)

Dass die Leistungsdichte im Schülerbereich in der Schweiz höher als in Österreich ist, stellte Dominik Reimann sowohl im Einer als auch im Doppelzweier mit seinem Partner Fabian Kienreich fest. Im Einer erreichte Dominik am Samstag den 2. Platz in der 1. Abteilung (insgesamt 28 Starter), womit er am Sonntag in die stärkste Abteilung (quasi A-Finale) gesetzt wurde, wo der erfolgsverwöhnte Bregenzer (bei den Regatten in Klagenfurt und Ottensheim wurde er jeweils 2. im A-Finale) schließlich 6. wurde. Nur am Samstag startete Fabian in diesem Rennen, in der 4. Abteilung ruderte er auf den 6. Rang.

Im Doppelzweier (32 Boote!) erreichten Dominik/Fabian am Samstag in der 4. Abteilung den 3. Platz. Wegen einiger Abmeldungen rutschten sie am Sonntag in die stärkste Abteilung, in der die beiden (die in Klagenfurt und Ottensheim auch jeweils Silber im A-Finale gewonnen hatten) schließlich ebenfalls den 6. Platz belegten.

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