Wanderfahrten

Ein wesentliches Segment des sportlichen Angebotes

Ein Blick in die Vereinschronik belegt: mit der Beschaffung der ersten Ruderboote nutzten die ersten „Wikinger“ die neuen Möglichkeiten, zunächst mit Tagesausflügen die Umgebung auf dem Wasser zu erkunden. Bald wurden die Ausflüge an weiter entfernte Ziele am Bodensee angesetzt, Besuche bei den befreundeten Ruderclubs waren jährliche Tradition. Genächtigt wurde im Zelt oder in den spartanischen Bootshäusern. Die Athleten, die es genau wissen wollten, ruderten an einem Tag von Bregenz nach Konstanz und retour. Als in den 1950er Jahren der Ruderverein einen ausgemusterten Rot-Kreuz-Mercedes-Kleinbus („Jumbo“) erwerben konnte, war die Möglichkeit gegeben, mit einem immerhin neuen Bootsanhänger andere Gewässer zu befahren. Mehrtägige Ausfahrten werden als „Wanderfahrten“ bezeichnet. Wobei die Assoziation, „wandern“ wäre gleichbedeutend mit „beschaulich“ oder „gemütlich“ nicht zwingend zutreffend sein muss. Im Gegenteil, es liegt in der Hand bzw im Sinn der Planenden, welche Strecke im Ganzen, die Aufteilung in Etappen, das Zeitgefüge, die Einbindung von Sehenswürdigkeiten kultureller und gastronomischer Art angesetzt werden, um dem Ausflug in meist unterschiedlicher Besetzung eine sportliche Note und einen Erlebniswert in der Gruppe angedeihen zu lassen.

„Wanderrudern“ bedeutet somit auch manchmal: „nimm dein Boot und geh!“

Das Angebot reicht von Fahrten auf benachbarten Gewässern über verlängerte Wochenenden über 10-14-tägige Fahrten, die in weiter entfernte Gefilde vordringen, bis zu mehrjährig angesetzten „Projekten“ wie zum Beispiel „rudern von Bregenz nach Wien“ oder „auf der Donau von Ulm bis zumSchwarzen Meer“.

Unter diesen Aspekten wurden bislang so beinahe alle beruderbaren Gewässer der näheren und weiteren Umgebung befahren:

Hochrhein (Konstanz - Basel)
Oberrhein (Basel - Straßburg)
Mosel
Donau
Salzkammergut

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