Gold, Silber und 2x Bronze für den RV Wiking in Wien
Die Wiener Internationale Regatta fand an zwei heißen Sommertagen statt, lediglich am Sonntagmorgen brachte kurzzeitiger Regen etwas Erleichterung. Die Ruderbedingungen waren am Samstag bei zunehmendem leichten Mitwind relativ gut (und schnell), am Sonntag bei ebenfalls zunehmendem, aber deutlich stärkerem Mitwind schwierig. Teilnehmer aus Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Moldawien, Georgien, Zypern, Aserbaidschan und Pakistan sorgten für ein internationales Teilnehmerfeld.
Schülerinnen (bis 14 Jahre, Wettkampfdistanz 1000 m)
Doppelzweier: Nach dem überlegenen Sieg von Lilli Sinz/Madeleine Stenzel bei der EUROW in Ottensheim lagen die Erwartungen für die VIRR naturgemäß etwas höher als noch vor der EUROW, in Wien waren allerdings einige den beiden noch unbekannte Crews am Start. Bei 13 startenden Booten gab es am Samstag 3 Vorläufe. Lilli und Madeleine qualifizierten sich mit einem überlegenen Sieg im 2. Vorlauf (14 Sekunden Vorsprung) souverän für das A-Finale. Dieses verlief bei schwierigeren Bedingungen als am Samstag etwas schwieriger als sie es in den letzten Rennen gewohnt waren: Auf der ersten Streckenhälfte lagen sie noch knapp hinter der Crew von Donau Wien, konnten dann aber etwa bei der 500 m-Marke die Führung übernehmen und das Rennen und damit die Goldmedaille mit gut 4 Sekunden auf das im Endspurt noch aufkommende Boot vom RV Villach gewinnen, das Boot von Donau Wien sicherte sich den 3. Rang.
Einer: 22 gemeldete Boote bedeuteten für Madeleine am Samstag ein Einzelzeitfahren statt eines Vorlaufs (bei mehr als 18 Booten). Sie meisterte die Herausforderung bravourös und konnte sich mit der viertschnellsten Zeit für das A-Finale am Sonntag qualifizieren. Dort lag nach 500 m dem Ergebnis des Einzelzeitfahrens entsprechend Marina Rusnak aus Tiraspol (Moldawien) in Führung vor Mia Profoß (Pöchlarn), Carolina Winter (Wiener RC Pirat) und Madeleine auf Rang 4. Trotz der am Sonntagnachmittag bereits schwierigen Bedingungen, mit denen die Bregenzer Ruderer traditionell nicht allzu gut zurechtkommen, trat Madeleine wie bereits bei der EUROW in Ottensheim auf der 2. Streckenhälfte einen tollen Endspurt und konnte die Piratin noch klar distanzieren und ca. 6,5 Sekunden hinter Rusnak bzw. weniger als 4 Sekunden hinter Profoß die Bronzemedaille errudern.
Juniorinnen A (17/18jährige, Wettkampfdistanz 2000 m)
Doppelzweier: Bei nur 5 gemeldeten Booten war eigentlich kein Vorlauf notwendig, damit die Mannschaften jedoch auch am Samstag ein Rennen hatten, wurde ein „Race for Lanes“ (also ein Rennen um die Bahnverteilung beim A-Finale am Sonntag) durchgeführt – dieses konnten Amelie Stenzel/Ina Vonach gewinnen, nachdem sie sich nach hartem Kampf schließlich v.a. auf den letzten 500 m doch noch deutlich (im Ziel 8 Sekunden) vom Boot des MTK Budapest absetzen konnten. Im Rennen am Sonntag (A-Finale), bei dem nur noch 4 Boote starteten, lief es nicht ganz so gut - bei sehr schwierigen Bedingungen konnten sich dieses Mal die Budapesterinnen in Führung setzen, jeden Angriff der auf dem 2. Rang rudernden Bregenzerinnen abwehren und sich den Sieg sichern. Ina und Amelie holten sich weniger als 5 Sekunden dahinter als beste Österreicherinnen den 2. Rang und damit die Silbermedaille, Bronze ging wie am Samstag an LIA Wien.
Einer: Für Amelie hießen 15 startende Boote 3 Vorläufe. Den 3. Vorlauf konnte Diana Plotean (Tiraspol/Moldawien) klar gewinnen, hinter ihr konnte sich auch Amelie deutlich vom restlichen Feld absetzen erreichte den für das A-Finale notwendigen 2. Rang. Das A-Finale konnte Caroline Schwendinger (Donau Linz) vor Plotean für sich entscheiden. Den Kampf um Bronze konnte Amelie gegen Franziska Schmid (WSV Ottensheim) auf den ersten 500 m noch offenhalten, danach konnte die Ottensheimerin einen kleinen Vorsprung herausrudern und auch ins Ziel bringen – Amelie wurde gute 4., auf Bronze fehlten gut 3,5 Sekunden.
Juniorinnen B (15/16jährige, Wettkampfdistanz 1500 m):
Doppelvierer: Nachdem Anna-Sophia (Anni) Wall bei der EUROW eine erkrankte Sportlerin im Boot von Donau Wien ersetzt hatte und die Crew ein gutes Rennen geliefert hatte, wurde für die VIRR die Fortsetzung dieser Renngemeinschaft vereinbart. Bei insgesmat 7 Booten erreichte Anni im 1. von 2 Vorläufen am Samstag gemeinsam mit Ava Prainsack, Anastasia Österreicher und Madeleine Riederer den 2. Rang und qualifizierte sich für das sonntägige A-Finale. Hinter der Renngemeinschaft Wels/Wiking Linz, die das Rennen gewann, konnte das Wiener/Vorarlberger Boot bis 500 m vor dem Ziel noch ganz gut mit der Kärntner Renngemeinschaft Albatros Klagenfurt/Völkermarkt mithalten, die sich erst im Endspurt noch deutlicher absetzen konnte. Mit dem 3 Platz und damit Bronze durften Anni und ihre 3 Wiener Kolleginnen aber durchaus zufrieden sein.
Einer: Bei 23 startenden Booten gab es für Anni am Samstag ein Einzelzeitfahren, das sie mit einem guten 10. Platz und damit der Qualifikation fürs B-Finale beendete. Dort war bei den erwähnten schwierigen Bedingungen nicht mehr als der 6. Rang drin, was den 12. Gesamtrang bedeutete.
Junioren A (17/18jährige, Wettkampfdistanz 2000 m):
Einer: Nach einer sehr gut verlaufenen EUROW (4. Rang im A-Finale) lief die VIRR gar nicht nach Jerrik Giselbrechts Geschmack. Er scheint im Einer derzeit nur bei wirklich glattem Wasser zu „funktionieren“. Bei nicht optimalen Bedingungen treten noch technische Schwächen zutage, wodurch er seinen eigentlich guten Trainingszustand nicht aufs Wasser bringt. Ein 5. Vorlauf-Rang am Samstag bedeutete für Sonntag nur das C-Finale, das er auf dem 2. Rang (Gesamt-14. von 16) beendete - ein Ergebnis, mit dem weder Jerrik noch das Trainerteam zufrieden sein konnte.
Junioren B (15/16jährige, Wettkampfdistanz 1500 m):
Einer: Auch für Philipp Baaken-Buchrieser verlief die VIRR nicht zufriedenstellend. Im Einzelzeitfahren (27 Boote) am Samstag hatte man das Gefühl, dass es etwas an der nötigen Aggressivität mangelte. Mit dem 25. Platz ruderte am Sonntag im E-Finale, in dem er mit einem Sieg doch noch einen Teilerfolg feiern konnte.
Schüler (bis 14 Jahre, Wettkampfdistanz 1000 m):
Da der Schlagmann des Schüler-Doppelvierers Luis Strele schon frühzeitig auf Urlaub weilte und kein Ersatzmann verfügbar war, mussten der Rest der Crew für die VIRR kurzfristig in Kleinboote umsteigen, nämliche Fidelio Balcz in den Einer und Manuel Metzler/Moritz Röser in den Doppelzweier. Aufgrund des wenigen möglichen Trainings in diesen Booten waren die Erwartungen im Vorfeld nicht sehr hoch, die 3 schlugen sich dann aber besser als erwartet.
Einer: Im samstägigen Einzelzeitfahren (24 Boote) erreichte Fidelio den 19. Rang. Am Sonntag erreichte er im D-Finale den 4. und damit den 22. Gesamtrang.