World Rowing Coastal Championships 2024 in Genua
Alexander Messmer und Dominik Reimann machten sich am 5. September früh auf den Weg, um noch ein Training an der Regattastrecke zu machen. Nach längerem warten, weil die Bedingungen recht stürmisch waren, konnten wir noch eine halbe Stunde auf dem Wasser verbringen, um uns den Kurs vertraut zu machen und die Bedingungen kennenzulernen. Danach lag der Fokus auf Entspannen, damit wir für die Rennen in den kommenden Tagen fit waren.
Am nächsten Tag, fand unser Vorlauf um 15:00 Uhr statt. Es gab drei Vorläufe mit je 18 Booten. In jedem Vorlauf qualifizierten sich die Top 6 für das A-Finale, die Platzierungen sieben bis zwölf für das B-Finale und der Rest flog raus, da es kein C-Finale gab. Die Bedingungen waren sehr wellig, was dem Kurs fordernd, aber perfekt für Coastal machte. In einem vier Kilometer Kurs mit acht Bojen kann viel passieren, so auch in unserem Rennen, wo nach der ersten Boje viele Boote falsch abbogen. Den Fehler korrigierten aber alle schnell und das Rennen verlief fehlerlos weiter. Wir konnten den 9. Platz errudern und qualifizierten uns für das B-Finale.
Vor und auch nach dem Rennen halfen wir immer wieder anderen österreichischen Booten aufs Wasser zu kommen. Da die Boote so schwer sind, braucht es Teamarbeit und Unterstützung von allen Seiten. Am Abend erfuhren wir, dass die B-Finale auf Sonntag verschoben wurden. Sie hätten eigentlich am Samstag stattfinden sollen, aber aufgrund von schlecht Wetter vorhersagen für Sonntag, verschob man die A-Finale auf Samstag.
Am Samstag war das Wetter sehr schön und das Meer ruhig. Alex und ich halfen den anderen Sportlern und Sportlerinnen, darunter WM-Siegerinnen Magdalena Lobnig und Katharina Lobnig mit ihren Booten und fieberten fleißig mit. Die Siegerehrungen fand noch am gleichen Abend statt.
Glücklicherweise spielte das Wetter am letzten Tag der Regatta auch noch mit und die Rennen konnten stattfinden. Problemlos lief der Tag jedoch nicht ab. Es gab kommunikative Schwierigkeiten des Organisationsteams der Veranstaltung. Das führte dazu, dass sechs Boote unseres Vorlaufes nicht wussten, dass der Start fünf Minuten früher stattfindet. Darunter Boote von den USA, Holland, Groß Britanien, Argentinien, Italien und leider auch wir. Während wir noch weit entfernt vom Start im Aufwärmbereich ruderten, hörten wir das Startsignal. Nachdem wir ungläubig realisierten, dass unsere Gegner mit einem Vorsprung von ca. 430 Metern (Wird im Livestream angezeigt) starteten, wandelte sich unsere Einstellung von „Wir fahren vorne mit dabei“, zu „Wir werden auf keinen Fall letzt!“. Das schafften wir auch. Wir belegten am Ende den 16. Platz des B-Finales (34. Gesamt) und waren sehr zufrieden mit der Leistung, die wir unter diesen ungünstigen Umständen erbracht hatten.
Am nächsten Morgen starteten wir unsere Abreise, wobei ein Großteil des Österreichischen Coastal Teams noch die ganze Woche in Genua bleibt. Die Beach Sprint WM findet dieses Wochenende statt.
Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg!
Auch ein großes Dankeschön an die Unterstützung des RV Wiking Bregenz und insbesondere unserer Trainerin Teresa Köppel, es war eine großartige Erfahrung und wir freuen uns schon auf die Coastal Regatta in Bregenz!