Alpen-Adria-Challenge 2025 in Klagenfurt
„Alpen-Adria-Challenge“ ist der Name eines neuen Konzepts: Um größere Teilnehmerfelder und damit auch interessantere Rennen zu erreichen wurde gemeinsam mit den slowenischen Ruderfreunden die gemeinsame Idee der „Alpen-Adria-Challenge“ geboren, die abwechselnd in Bled bzw. Klagenfurt (das heuer den Beginn macht) stattfinden soll. Das mit den größeren Teilnehmerfeldern funktionierte recht gut (es waren auch mehrere Crews aus Italien dabei), dennoch mussten v.a. im Elite- und Junioren-A-Bereich wieder einige Rennen zusammengelegt werden um Mannschaften, die eine Einzelmeldung waren die Chance zu geben überhaupt ein Rennen zu rudern. In der Altersklasse der Schüler und Junioren B wurde in den einzelnen Bootsklassen am Samstag ein (preisberechtigter) Vorlauf mit Finale am Sonntag ausgetragen, im Junior A-und Elitebereich gab es ein beiden Tagen jeweils Vorlauf und Finale.
Das kleine Bregenzer Team kam bei nassem und eher kühlem Wetter am Freitag Nachmittag am Wörthersee an und absolvierte noch eine Trainingseinheit. Glücklicherweise sollte sich das Wetter im Laufe des Wochenendes nach und nach bessern. Die Ruderbedingungen waren über das gesamte Wochenende recht gut, eine Besonderheit war allerdings, dass die 2000m-Rennen auf 1850 m verkürzt werden mussten, da sich offenbar die Linienschifffahrt bzgl. der letzten 150 m Schwierigkeiten gemacht hatte.
Junioren A Doppelvierer (Jahrgang 2007/08, Wettkampfdistanz 1850 m)
Nachdem Jerrik Giselbrecht beim Kleinboottest Anfang April eine passable Leistung geboten hatte (mit v.a. gutem Einzelzeitfahren), wurde beim ÖRV-Ostertrainingslager in Völkermarkt ein Doppelvierer mit Balduin Reitzinger (RC Wels), Nikolaj Wrienz (VST Völkermarkt), Daniel Horak (Donau Wien) und Jerrik gebildet, der sich nun erstmals in einem Rennen am Start war. Am Samstag ruderten die 4 mangels eines Gegners in einem zusammengelegten Rennen gegen einen Männer Doppelvierer des slowenischen Ruderverbands (der das Rennen mit einem Handicap von 15 Sekunden aufnahm) und jeweils eine österreichische Renngemeinschaft im Männer Vierer ohne (Handicap 10 Sekunden) bzw. Junioren A Vierer ohne. Der Doppelvierer um Jerrik hatte gegenüber den 3 Booten, die in der oben genannten Reihenfolge ins Ziel kamen, das Nachsehen – u.a. auch deshalb, weil ihnen ein Krebs passierte (d.h. ein Ruder verfing sich im Wasser und musste durch einen Stopp wieder unter Kontrolle gebracht werden).
Am Sonntag gab es mit einem Boot des slowenischen Ruderverbands und einem Boot aus Izola (ebenfalls Slowenien) doch 2 Gegner in der selben Bootsklasse, das Rennen wurde auch zweimal (als Vorlauf bzw. Finale) ausgetragen. Der Vorlauf verlief ganz passabel – mit 9 Sekunden Rückstand auf den slowenischen Ruderverband konnte sich die Crew um Jerrik den 2. Rang sichern. Im Finale war bei bezüglich der Positionen identem Zieleinlauf der Rückstand der Österreicher auf das Siegerboot beträchtlich größer (rund 23 Sekunden), offenbar hatten sie wieder einen Krebs gerissen…
Junioren A Einer (Jahrgang 2007/08, Wettkampfdistanz 1850 m)
Philipp Baaken-Buchrieser wagte sich in seiner ersten Junior-A-Saison in den Einer - anhand der Vor-Ergebnisse und Trainingsleistungen war kein Ergebnis im Spitzenfeld zu erwarten. Am Samstag bedeutete ein 5. Platz im 4. Vorlauf die Teilnahme im C-Finale, in dem Philipp den 5. Rang und somit den 17. Gesamtrang (mit klarem Abstand nach vorne und hinten) erreichte.
Am Sonntag war bei einem deutlich kleineren Teilnehmerfeld von 6 Booten eigentlich kein Vorlauf nötig, es gab daher ein Rennen um die Bahnverteilung im Finale („Race for lanes“), bei dem Philipp so wie im späteren Finale jeweils den 5. Rang belegte.
Juniorinnen B Doppelzweier (Jahrgang 2009/10, Wettkampfdistanz 1500 m)
Bei den letztjährigen Österreichischen Meisterinnen im Schülerinnen Doppelzweier Lilli Sinz und Madeleine Stenzel durfte man bei guter individueller Leistungsentwicklung über den Winter und auch guten Ergebnissen im Einer anlässlich der Langstreckentests im Spätherbst und Frühjahr sowie auch beim Kleinboottest dem ersten Antreten des Doppelzweiers bei den Juniorinnen B mit freudiger Spannung entgegenblicken. Am Samstag gingen die beiden im 1. von eigentlich 3 Vorläufen (ein 4. Vorlauf wurde als nicht ausgeschriebenes Rennen im Zweier ohne ausgetragen) zur Konsternierung des Trainerteams im hinteren Teil des Feldes auf die letzten (von den Zuschauern einsehbaren) 500 m und kamen als 5. ins Ziel, was den Gang ins C-Finale bedeutete – die Enttäuschung war groß, auch wenn ihnen am Start ein Missgeschick passiert war und sie deshalb nie wirklich im Rennen dabei waren...
Am Sonntag wollten Lilli und Madeleine zeigen, dass sie eigentlich nicht ins C-Finale gehören und gewannen dieses mit 11 Sekunden Vorsprung auf das Boot des RC Wels.
Schüler Einer (Jahrgang 2011 und jünger, Wettkampfdistanz)
Fidelio Balcz musste in Klagenfurt ein Frühaufsteher sein, war doch sein Einer-Rennen jeweils das erste Rennen des Tages. Am Samstag hatte Morgenstund im wahrsten Sinne des Wortes Gold im Mund – Fidelio gewann seinen Vorlauf (den 2. von 6), durfte sich am Siegerfloß seine Medaille abholen und qualifizierte sich für das A-Finale am Sonntag.
Dort konnte Fidelio immerhin einen Gegner schlagen und sich den 5. Gesamtrang (unter 30 startenden Booten!) sichern – auf jeden Fall eine Talentprobe des jungen Ruderers.
Schüler Doppelzweier (Jahrgang 2011 und jünger, Wettkampfdistanz)
Neben dem Einer bestritt Fidelio Balcz mit Partner Moritz Röser auch noch das Rennen im Doppelzweier. Die neu formierte Crew ereichte am Samstag im 2. von 4. Vorläufen den 3 Rang, womit sie sich für das sonntägige B-Finale qualifizierten.
Am Sonntag konnten sich Fidelio/Moritz in einem spannenden Kampf um den 4. Rang knapp gegen das Boot des Wiener Ruderclubs Donau durchsetzen und belegten damit den 10. Gesamtrang (unter 22 startenden Booten).