, Thomas Böhler

91. Heidelberger Ruder-Regatta 2025

Am Wochenende 31. Mai/1. Juni nahm der RV Wiking Bregenz mit 8 Athleten in 9 Booten bzw. 6 Bootsklassen an der Heidelberger Ruder-Regatta auf dem Neckar teil.

Die Besonderheit der Heidelberger Regatta ist einerseits, dass die Regattastrecke nur 1500 m lang ist und somit die Rennen im Elite- und Junioren-A-Bereich kürzer als normal (2000 m) sind, andererseits stehen statt der gewohnten 6 nur 4 Bahnen zur Verfügung, wobei man beim 1000-m-Start unter einer Brücke durchrudern muss (zwei Brückenbogen für jeweils 2 Bahnen).

Am Samstag waren bei sonnigem und heißem Wetter Plätze im Schatten hoch im Kurs, am späten Nachmittag fegte dann aber ein Gewitter über Heidelberg, weshalb die Regatta abgebrochen werden musst und somit einige Rennen ausfielen. Am Sonntag war das Wetter wieder sonnig, wenn auch weniger heiß und etwas windiger als am Vortag. Die Rennen vom Sonntag wurden nach den Ergebnissen des Samstags gesetzt, sodass die besten vom Samstag am Sonntag in der 1. Abteilung usw. gesetzt wurden (nach Platzierung, bei gleicher Platzierung nach Laufzeit).

 

Junioren A Einer (Wettkampfdistanz 1500 m):

Am Samstag war die 1. Abteilung mit Philipp Baaken-Buchrieser zweigeiteilt – Karlsruhe und Rheinfelden lagen klar vor dem Waiblinger Boot und Philipp, der den Kampf und den 3. Rang schließlich knapp verlor und vierter wurde. Dagegen ruderte Jerrik Giselbrecht ein souveränes Rennen, konnte die 2. Abteilung klar für sich entscheiden und ruderte dabei auch Tagesbestzeit, womit er natürlich der Favorit für die 1. Abteilung (quasi das A-Finale) am Sonntag war.

Am Sonntag setzte sich in der 1. Abteilung Philipp Ehls aus Eberbach (zweitbeste Laufzeit am Samstag) früh an die Spitze des Feldes, Jerrik konnte sich bis zum Endspurt noch etwas an ihn heranschieben, merkte im Endspurt aber, dass es sich nicht mehr ausgeht, und fuhr die letzten Schläge nicht mehr voll durch, wodurch der Rückstand im Ziel dann doch recht deutlich war – es blieb der gute 2. Patz.  Philipp hatte in der 3. Abteilung nichts mit der Entscheidung zu tun und belegte einen klaren 4. Rang.

 

Junioren A Doppelzweier (Wettkampfdistanz 1500 m)

Nachdem das Samstag-Rennen unwetterbedingt ausgefallen war, waren die Abteilungen am Sonntag nicht gesetzt. In der 4. Abteilung hatten Philipp Baaken-Buchrieser/Jerrik Giselbrecht gegen die Renngemeinschaft Mannheimer RV Amicitia/Mannheimer Ruder-Club klar das Nachsehen, konnten sich aber gegen die Renngemeinschaft RV Esslingen/Stuttgarter RG im Kampf um den 2. Platz durchsetzen.

 

Juniorinnen B Doppelzweier (Wettkampfdistanz 1500 m)

Madeleine Stenzel/Lilli Sinz ruderten am Samstag ihr wahrscheinlich bestes Rennen dieser Saison und konnten die 1. Abteilung mit ca. 6 Sekunden Vorsprung auf den Frankfurter Ruder-Club gewinnen. Ihre Laufzeit war deutlich besser als die Siegerzeit der 2. Abteilung (Rudergesellschaft Speyer), die angegebenen Laufzeiten der 3. Abteilungen waren dagegen unrealistisch schnell – falls zumindest die Abstände stimmten, waren die Siegerinnen des Mainzer Ruder-Vereins aber als stark einzustufen…

In der 1. Abteilung am Sonntag war das Mainzer Boot dann auch klar überlegen. Bei schwierigem Gegenwind lief es für Madeleine/Lilli nicht so gut wie am Vortag, sie hatten im Kampf um Platz 2 gegen das Boot aus Speyer knapp das Nachsehen, konnten sich aber deutlich vor der Renngemeinschaft Ulm/Heidelberg den 3. Platz sichern.

 

Juniorinnen B Einer (Wettkampfdistanz 1500 m)

Auch dieses Rennen fiel am Samstag dem Unwetter zum Opfer, weshalb die Sonntags-Rennen ungesetzt waren – in der 2. Abteilung erreichte Lilli Sinz deutlich hinter Charlotte Semmler aus Speyer, aber klar vor Johanna Durst aus Ulm den 2. Rang und war mit sich nicht zufrieden, da sie bei dem erwähnten Gegenwind nicht so zum Rudern kam, wie sie sich das vorgenommen hatte. Sehr gut lief es dann für Madeleine Stenzel in der 3. Abteilung, die sie mit überlegenem Vorsprung von gut 27 Sekunden auf Luise Weber aus Mannheim souverän gewinnen konnte, wobei sie wohl von der Routine einer kompletten Einer-Saison 2024 profitierte.

 

Jungen Einer 13+14 Jahre (Wettkampfdistanz 1000 m)

Dieses Rennen war jeweils das erste des Tages. Am Samstag musste Fidelio Balcz in der 5. Abteilung mit dem 4. Platz hinter den Booten aus Ulm, Waldshut und Heidelberg vorliebnehmen.

Am Sonntag wollte Fidelio die 4. Abteilung unbedingt gewinnen und kämpfte auch lange um den Sieg mit. Diesen konnte schließlich Benjamin Urwalek aus Waldshut einfahren, Fidelio kam knapp 3 Sekunden dahinter als (unzufriedener) Zweiter ins Ziel.

 

Jungen Doppelzweier 13+14 Jahre (Wettkampfdistanz 1000 m)

In diesem Rennen waren mit Fidelio Balcz/Moritz Röser und Lorenz Speckle/Christoph Baaken-Buchrieser gleich 2 Bregenzer Boote gemeldet. Am Samstag erreichten beide Crews in ihren Läufen jeweils einen klaren 3. Platz, Fidelio/Moritz in der 1. Abteilung und Lorenz/Christoph in der 3. Abteilung

Am Sonntag ruderten Fidelio/Moritz in der 2. Abteilung klar hinter den Booten aus Waldshut und Heidelberg, aber auch klar vor dem Boot aus Mannheim wieder auf den 3. Rang. In der 3. Abteilung kämpften Lorenz/Christoph lange mit dem Boot der Rudergesellschaft Heidelberg um den 3. Rang; diesen Kampf verloren sie am Ende knapp und kamen auf dem 4. Platz ins Ziel.

 

Ergebnisse: 91. Heidelberger Ruder-Regatta 2025