, Thomas Böhler

Gute Leistungen bei der Regatta am Greifensee 21./22. Juni 2025

Nach einer Pause im Vorjahr, als die Regatta am Greifensee wegen Hochwassers abgesagt werden musste, machte sich der Großteil der Rennmannschaft des RV Wiking Bregenz wieder auf den Weg nach Maur in der Nähe von Zürich.

Die Rennen gingen an beiden Regattatagen bei sommerlich-heißem Wetter, meist glattem Wasser und ohne nennenswerten Wind über die Bühne, lediglich am Morgen machte sich am Samstag ein Gegenwind, am Sonntag dagegen Mitwind bemerkbar. Ungewohnt war für das Team, dass die Anreise aufgrund der relativ geringen Entfernung zu Bregenz erst am Morgen des ersten Wettkampftages (Samstag) erfolgte. Traditionellerweise werden die Rennen am Greifensee auf bis zu 8 Bahnen (statt wie sonst üblich 6) gerudert. Die Rennen am Samstag waren gelost, am Sonntag wurden die besten Boote vom Samstag in die 1. Serie gesetzt, dann ging es weiter mit der 2. Serie usw. Boote, die am Sonntag neu dazukamen, starteten in der letzten Serie.

 

Frauen Einer (Wettkampfdistanz 2000 m)

An beiden Wettkampftagen ruderte Ina Vonach als letzte der Bregenzer Mannschaft ihr Rennen. Es war Inas erstes Rennen im Flachwasser-Rudern der Saison. Nach einem suboptimalen Training im Winter und Frühjahr (Krankheit, Matura) gab sie ihr Debut im Frauen-Einer. Sie hatte bereits im letzten Training gezeigt, dass sie gut drauf ist und bestätigte das gleich im Samstags-Rennen, in dem Helen Pabst vom Seeclub Zürich zwar eine Klasse für sich war, ihre restlichen 3 Gegnerinnen hatte Ina jedoch gut im Griff und kam als zweite ihrer Serie ins Ziel.

Am Samstag waren genau 8 Boote am Start, wodurch es nur eine Serie gab. Helen Pabst war nicht mehr dabei, allerdings nahm die am Samstag nicht gestartete Julia Langenstein vom Belvoir Ruderclub Zürich ihre Stelle als überlegene Siegerin ein, dahinter konnte Ina aber wieder den Rest des Felds klar in Schach halten und holte sich wieder den guten 2. Platz.

 

U19-Juniorinnen-Doppelzweier (Wettkampfdistanz 2000 m)

Auch Amelie Stenzel hat krankheitsbedingt schwierige Monate hinter sich, weshalb sie am Greifensee ihre erste Regatta dieses Jahres ruderte, und zwar mit ihrer jüngeren Schwester Madeleine (einem schon länger bestehenden Wunsch entsprechend). Allzu viel durfte man nicht erwarten – einerseits ist Amelie sicherlich noch nicht auf ihrem letztjährigen Leistungsniveau, andererseits gehört Madeleine noch der U17-Klasse an (und das erst im 1. Jahr). Am Samstag waren die 3 gegnerischen Boote in der 2. Abteilung aus Zürich, Lausanne und Sarnen deutlich schneller, für Madeleine/Amelie blieb der 4. Rang.

Am Sonntag lief es bereits etwas besser: 6 Boote waren am Start, das Rennen wurde von der Renngemeinschaft Thalwil/Genf knapp vor Sempach gewonnen. Madeleine/Amelie lagen zwar auch deutlich hinter dem Boot aus Sarnen, konnten im Endspurt aber fast noch den Ruderclub Rapperswil-Jona überrudern und blieben deutlich vor dem Belvoir Ruderclub Zürich – Rang 5.

 

U17-Juniorinnen-Einer (Wettkampfdistanz 1500 m)

An beiden Tagen war Lilli Sinz im Einer als erste Bregenzerin dran. Am Samstag gewann Zora Weiss aus Basel die 3. Abteilung klar vor Alena Sophia Frey aus Sempach. Dahinter konnte Lilli die restlichen 3 Boote klar hinter sich lassen und den 3. Platz holen.

Am Sonntag war Lilli in der 1. Serie gesetzt. Diese wurde von Hadley Prinsloo (Thalwil) gewonnen, Lilli konnte im 8-Boote Feld Nina Peter (Seeclub Thun) hinter sich lassen und erreichte den 7. Rang.

 

U17-Juniorinnen-Doppelzweier (Wettkampfdistanz 1500 m)

Am Samstag starteten Madeleine Stenzel/Lilli Sinz in der 3. Serie. Im 6-Boote-Feld war das Boot aus Lausanne eine Klasse für sich, gegen die restlichen Boote konnten sich Madeleine/Lilli aber durchsetzen und kamen mit rund 5 Sekunden Vorsprung auf die Boote aus Neuchatel und Zürich auf dem 2. Platz ins Ziel.

Am Sonntag waren Madeleine/Lilli in der 1. Serie mit 8 Booten gesetzt, die drei Vorlaufsieger vom Samstag waren nicht mehr dabei. Die Bregenzerinnen starteten mutig und lieferten sich bis kurz vor dem Ziel einen engen Kampf mit dem Ruderclub Zürich, erst auf den letzten Metern konnten sich die Zürcherinnen entscheidend in Führung setzen und das Rennen gewinnen. Ca. 2,5 Sekunden dahinter bzw. gut 3 Sekunden vor Schaffhausen erreichten Madeleine/Lilli den guten 2. Rang.

 

U15-Junioren-Einer (Wettkampfdistanz 1000 m)

Fidelio Balcz ruderte am Samstag in der 6 Boote umfassenden 3. Abteilung, die Fynn Michel vom Rowing Club Bern gewann. Fidelio lag lange auf dem 3. Platz hinter Liam Schnüriger (Seeclub Stäfa) – ärgerlicherweise zu kurz vor dem Ziel zog Fidelio einen guten Endspurt an, dem der Ruderer aus Stäfa nicht viel entgegenzusetzen hatte, leider ging Fidelio aber die Wettkampfstrecke aus, wodurch es beim 3. Platz blieb.

Am Sonntag war Fidelio in der 1. Serie (8 Boote) gesetzt. Fynn Michel konnte auch dieses Rennen knapp vor Niklas Mathes (Ruderclub Baden) gewinnen. Dahinter ruderte Fidelio nach einem schnellen Start lange gut im Mittelfeld, setzte den Endspurt dieses Mal rechtzeitig an und erreichte den 3. Platz, 1,3 Sekunden vor Tristan Messerschmid (Rapperswil-Jona).

 

U15-Junioren-Doppelzweier (Wettkampfdistanz 1000 m)

In diesem Rennen war der RV Wiking gleich mit 2 Booten vertreten. Am Samstag erreichten Lorenz Speckle/Christoph Baaken-Buchrieser in der 1. Serie ebenso wie Fidelio Balcz/Moritz Röser in der 4. Serie jeweils den nach vorne und hinten klaren 5. Rang.

Am Sonntag kam es in der 2. Abteilung (7 Boote) zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Bregenzer Boote – erwartungsgemäß waren Fidelio/Moritz schneller und konnten den Lauf fast gewinnen, doch leider zogen die beiden (wie Fidelio am Samstag im Einer) den Endspurt zu spät an und blieben damit 0,1 Sekunden (!) hinter dem Boot des See-Club Zug auf dem 2. Rang. Lorenz/Christoph konnten immerhin noch das Boot des Belvoir Ruderclub Zürich hinter sich lassen und kamen auf dem 6. Rang ins Ziel.

Ergebnisse: Greifensee 2025