Berichte

Zwei 6. Plätze im A-Finale für Petschnig/Reimann beim Coupe de la Jeunesse 2016

Das Kärntner/Vorarlberger Duo Victoria Petschnig / Sarah Reimann schaffte an beiden Wettkampftagen den Einzug ins A-Finale im Juniorinnen-Doppelzweier.

Der Coupe de la Jeunesse in Poznan vom 29.-31.7.2016 brachte sowohl am Samstag als auch am Sonntag jeweils einen 6. Rang für Sarah Reimannn und ihre Völkermarkter Partnerin Victoria Petschnig.

Am Samstag Vormittag startete das österreichische Boot im 1. Vorlauf des Juniorinnen Doppelzweiers, die Gegner waren Frankreich, die Niederlande, Ungarn und Polen - um das A-Finale zu erreichen war der 3. Platz nötig. Gleich nach dem Sart übernahmen Polen und Frankreich die Führung, dahinter folgten Österreich, dann die Niederlande und schließlich Ungarn. Kurz vor der 1000m-Marke schoben sich die  Niederländerinnen nach und nach an die österreichische Mannschaft heran, die dann jedoch gut konterte und schließlich sicher den 3. Platz hinter Polen und Frankreich ins Ziel brachte.

Vorlauf 1 (Samstag):

1. Polen               7:29,82

2. Frankreich        7:31,91

3. Österreich       7:33,44

4. Niederlande      7:37,68

5. Ungarn             7:56,42

 

Am Nachmittag waren im A-Finale neben Polen und Frankreich auch Großbritannien, die Schweiz und Italien Gegnerinnen von Victoria und Sarah. Die beiden Österreicherinnen fanden nicht so gut den gemensamen Rhythmus wie noch im Vorlauf, konnten aber bis zu den dritten 500 m den Kontakt mit dem Schweizer Boot halten, im Finish das Tempo des restlichen Felds jedoch nicht mitgehen; insbesondere die Schweizerinnen ruderten einen tollen Enspurt und wurden noch 4. Für Österreich blieb der 6. Platz.

Finale A (Samstag):

1. Großbritannien        7:17,32

2. Italien                     7:19,17

3. Frankreich               7:21,82

4. Schweiz                   7:23, 83

5. Polen                       7:31,24

6. Österreich              7:36,44

 

Am Sonntag waren die Vorläufe entsprechend dem Ergebnis vom Samstag gesetzt, sodass Victoria und Sarah im 2. Vorlauf neben den zweit- und drittplatzierten Booten aus Italien und Frankreich auch wieder die Niederländerinnen im Lauf hatten, die am Vortag das B-Finale gewinnen konnten und somit Gesamt-7. waren. Der Vorlauf, insbesondere das Duell Österreich:Niederlande, verlief enger als am Vortag - die Österreicherinnen konnten erst auf den letzten 500 m einen kleinen, jedoch entscheidenden Vorsprung herausrudern und erreichten hinter Italien und Frankreich wieder den 3. Platz.

Vorlauf 2 (Sonntag):

1. Italien                    7:43,69

2. Frankreich              7:45,04

3. Österreich            7:46,09

4. Niederlande            7:47,51

 

Im anderen Vorlauf konnten sich Großbritannien, Polen und die Schweiz durchsetzen, womit das Starterfeld im sonntägigen A-Finale ident mit jenem vom Samstag war. Victoria und Sarah erwischten einen guten Start, danach verloren sie jedoch bereits auf den ersten 500 m den Anschluss ans restliche Feld und ruderten schließlich mit großem Rückstand als 6. ins Ziel. Die Medaillen gingen an Großbritannien (Gold), die Schweiz (Silber, wieder mit einem sehenswerten Endspurt) und Frankreich (Bronze) vor Italien und Polen.

Finale A (Sonntag):

1. Großbritannien          7:31,496

2. Schweiz                    7:33,275

3. Frankreich                 7:35,110

4. Italien                       7:39,536

5. Polen                         7:40,279

6. Österreich                8:00,008

Insgesamt dürfen "unsere" Mädels mit ihrer Leistung zufrieden sein, wurde doch das erklärte Ziel, nämlich das Erreichen des A-Finales, an beiden Tagen erreicht. Dies bestätigt auch Coach Thomas Böhler in seinem Fazit des Wettkampfs: "Gratulation an die beiden für die zweimalige Qualifikation fürs A-Finale. Der 6. Platz ist das, was sie können, die vor ihnen platzierten Boote sind einfach schneller. Man muss ja auch bedenken, dass dieses Boot erst im Mai gebildet wurde und das gemeinsame Training logistisch keine Kleinigkeit war - vor den Schulferien konnten die beiden nur an verlängerten Wochenenden gemeinsam trainieren. Das einzige, was mich ein bisschen wurmt, ist das schlechte Rennen im A-Finale am Sonntag - das Rennen ist komplett an den beiden vorbeigelaufen. Aber ich kenne das, habe es auch selbst als Ruderer erlebt: Du stehst am Start mit Gegnern, gegen die du am Vortag großteils deutlich verloren hast, und wenn du dann nicht zu 100% bereit bist, alles zu geben, vielleicht auch weil du dir selbst bewusst oder unbewusst nicht wirklich einen besseren als den 6. Platz zutraust, und wenn du dann auch noch früh im Rennen den Kontakt zum Feld verlierst, dann reißt du schnell einen Riesen-Rückstand auf, der dich nicht gut aussehen lässt und auch nicht dem wahren Leistungsvermögen entspricht. Aber wie gesagt, insgesamt war es ein würdiges Antreten der beiden Mädels bei ihrem ersten internationalen Großereignis, auf das sie stolz sein können."

Die Ergebnisse des restlichen von Junioren-Nationaltrainer Christoph Engl angeführten Rowing Team Austria:

Junioren Vierer ohne Steuermann (Felix Ratzenböck, Peter Pfahnl, Lorenz Lindorfer, Anton Sigl): Samstag 5., Sonntag 4.

Junioren Einer (Severin Erlmoser): zweimal 6.

Junioren Doppelzweier (Maximilian Hornacek, Martin Animashaun): Samstag 8., Sonntag 10.

Junioren Doppelvierer (Johannes Hafergut, Leopold Wiesinger, Benedikt Neppl, Umberto Bertagnoli): Samstag 6., Sonntag 7.

Juniorinnen Doppelvierer (Julia Tomasch, Melanie Weiss, Juliana Holler, Julia Hanisch): zweimal 6.

Juniorinnen Vierer ohne Steuerfrau (Rosa Hultsch, Marlene Lechner, Katja Brabec, Martina Gumpesberger): zweimal 4.

In der Gesamtwertung erreichte Österreich mit 70 Punkten den 7. Rang von 12 Nationen. Überlegener Sieger wurde Großbritannien mit 273 Punkten vor Italien (191) und der Schweiz (113).

Der RV Wiking Bregenz gratuliert allen zu den gezeigten Leisungen!

 

coupedelajeunesse.rowing.poznan.pl

01.08.2016, Trainer





















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