Berichte

Zwei Bronzemedaillen bei den nationalen Titelkämpfen 2016 in Ottensheim

Mit 2 Bronzemedaillen war die Bregenzer Medaillenbilanz bei den vom 16. bis 18. September auf der Regattastrecke in Ottensheim ausgetragenen Österreichischen Meisterschaften die gleiche wie vor einem Jahr in Villach. Die Wettkämpfe fanden bei nass-kalten Bedingungen statt, da es am Samstag und Sonntag nahezu ununterbrochen regnete, am Samstag außerdem begleitet von einem kühlen (Mit-)Wind.

Die Juniorinnen-Mannschaft hatte die Anreise bereits am Donnerstag angetreten, da am Freitag Abend das Rennen im Juniorinnen-Achter anstand. Die Burschen und die einzige Teilnehmerin in der offenen Klasse folgten am Freitag Vormittag, ebenso wie eine kleine Gruppe Schlachtenbummler (Danke für die tollen Anfeuerungen!).

Wie gesagt begann die ÖM für den RV Wiking Bregenz am Freitag Abend mit dem Juniorinnen Achter – und zwar erfolgreich. Unter dem Kommando von Steuerfrau Pia Längle hatte die gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Crew mit Sarah Reimann, Beatrice Jäger , Caroline Zlimnig, Julie Praeg, Katharina Jäger, Julia Hagspiel, Lisa-Maria Germ und Sophie Gächter  das Ziel, den letztjährigen 4. Platz zu verbessern. Die Mannschaften von Wiking Linz (Vorjahrssieger), WSV Ottensheim (Vorjahrszweite) und LIA Wien (Vorjahrsdritte), die in den letzten Jahren stets die Medaillen unter sich ausmachten, hatten natürlich etwas gegen das Bregenzer Vorhaben. Der LIA-Achter übernahm vom Start weg das Kommando im Rennen vor dem Linzer Boot. Dahinter ruderte der Bregenzer Achter im Kampf um Platz 3 nach mäßigem Start Bug an Bug mit der Ottensheimer Mannschaft. Nach 500m konnte man einen leichten Vorteil für Bregenz erkennen, den sich unsere Mädels nicht mehr nehmen lassen würden, sie konnten ihn sogar sukzessive ausbauen. Die nach 500m bezogenen Positionen sollten sich bis ins Ziel nicht mehr ändern, das Feld zog sich lediglich weiter auseinander, sodass die Abstände im Ziel recht deutlich waren. Der Bregenzer Juniorinnen-Achter gewann die viel umjubelte Bronzemedaille, 7 Sekunden hinter Wiking Linz und gut 10 Sekunden vor Ottensheim.

Auf die 2. Medaille musste das Bregenzer Team dann bis Sonntag warten, es sollte einmal mehr Medaillengarant Sarah Reimann dafür verantwortlich zeichnen - sie hat seit ihrer ersten ÖM-Teilnahme 2013 jedes Jahr eine Medaille gewonnen. Nachdem Sarah Ende Juli bereits beim Coupe de la Jeunesse Österreich im Juniorinnen Doppelzweier vertreten hatte, war sie bei der ÖM wie im Vorjahr im Juniorinnen A-Einer (17/18jährige) am Start. Ursprünglich 13 gemeldete Boote und 2 Abmeldungen bedeuteten 2 Vorläufe, in denen jeweils die 3 Schnellsten ins A-Finale aufstiegen. Sarah erreichte locker den nötigen 3. Platz und fand sich im A-Finale in einem Feld mit Gegnerinnen wieder, die heuer alle ebenfalls schon "international" im Einsatz waren, und zwar eigentlich in höherrangigen Events (Junioren-WM, U23-WM) als der Coupe de la Jeunesse, womit Sarah von der Papierform her eigentlich am schwächsten einzuschätzen gewesen wäre. Trotzdem traute Coach Thomas Böhler ihr durchaus eine Medaille zu. Im A-Finale machte Sarah hinter der klaren Favoritin Johanna Kristof aus Völkermarkt, die das Rennen auch souverän gewann, von Anfang an Druck und war lange in einen engen Kampf um den zweiten Platz mit der Wienerin Lara Tiefenthaler (STAW) verwickelt, diese beiden konnten sich dabei ein wenig vom restlichen Feld absetzen. Gegen Ende der dritten 500m konnte Lara dann etwas davonziehen; Sarah schaffte es nicht mehr, nochmals an Lara heranzukommen, gewann aber sicher ihre zweite Bronzemedaille an diesem Wochenende, knapp 4 Sekunden hinter Lara und knapp 5 Sekunden vor Chiara Halama (Alemannia Korneuburg). Kurioserweise waren damit die Plätze 2-4 ident besetzt wie im Vorjahr...

Der zwischen den beiden Tagen mit Medaillengewinnen liegende Samstag verlief von den Ergebnissen her durchwachsen. Besonders beachtlich schlug sich Ute Simma-Laib, die nach etwa 25 Jahren wieder eine ÖM bestritt und dabei ihr Debut in der Allgemeinen Klasse gab. Nachdem sie heuer die Masters-Rennen über 1000m dominiert hatte, wagte sie sich nun auf die 2000m im Frauen-Einer. In Abwesenheit der erkrankten Olympia-Sechsten Magdalena Lobnig erreichte Ute mit einem guten Rennen den 5. Platz.

Mit einer möglichen Medaille spekuliert wurde vom Trainerteam im Juniorinnen B-Doppelzweier (15/16jährige) mit Beatrice Jäger und Julie Praeg, wenn auch für eine Medaille alles ideal laufen musste. Leider spürten die beiden das Achterrennen vom Vortag in den Beinen, außerdem mussten sie bereits den Vorlauf voll durchrudern, schafften aber mit einem schließlich doch klaren 3. Vorlaufrang sicher den Einzug ins A-Finale. Dort konnten sie nur am Anfang in den Medaillenplätzen mitrudern, schlussendlich reichte es aber „nur“ für den 6. Platz, wenige zehntel Sekunden hinter dem Völkermarkter Boot.

Der Vierer ohne der Juniorinnen A (Caroline Zlimnig, Lisa-Maria Germ, Katharina Jäger, Sophie Gächter), ein Boot, das ohne vorheriges Training eher ein Experiment war, erreichte mit deutlichem Rückstand auf die Podestplätze den 4. Platz.

Der Juniorinnen A-Doppelvierer Sarah Reimann/Caroline Zlimnig/Julie Praeg/Beatrice Jäger, der im Training teilweise gut funktioniert hatte, zeigte guten Kampfgeist, fand jedoch im qualitativ stark besetzten letzten Rennen mit Bregenzer Beteiligung nicht die nötige Harmonie und erreichte ohne Chance auf eine Medaille den 5. Platz.

Nichts mit der Vergabe der Medaillen zu tun hatte, ebenfalls am Sonntag, auch der Junioren B-Doppelvierer mit Alexander Kiene/Jonathan Salzmann/Magnus Fussenegger/Johannes Vogl. Relativ wenig gemeinsames Training ließ nicht mehr als den 6. Endrang in diesem Rennen zu.

Im samstägigen Schüler-Einer (bis 14jährige) qualifizierte sich Jonathan Salzmann mit einem 4. Rang im 2. von 3 Vorläufen für das B-Finale, in dem er ein gutes Rennen ruderte und den 3. Rang und somit den 9. Gesamtrang erreichte.

Ebenfalls am Samstag ruderte Jonas Kienreich im Junioren B-Einer im 2. von 6 Vorläufen auf den 4. Rang, womit er ins D-Finale musste, wo er ebenfalls auf Platz 4 landete.

Zum Leidwesen von Junioren-Coach Tevfik Mersin war für Martin Bischof der Start im Junioren B-Doppelzweier ein verkorkstes Ende einer verletzungsbedingt verkorksten Saison. Zuletzt laborierte er an einer Schleimbeutelentzündung am Knie. Leider traten bei der ÖM im Vorlauf wieder Schmerzen auf - gemeinsam mit Partner Jonas Kienreich erreichte er mit dem 4. Vorlaufrang zwar das B-Finale, konnte dort jedoch nicht mehr antreten.

 

Ergebnis_OEM_2016.pdf

20.09.2016, Trainer

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