Berichte

Sommertrainingslager der Rennmannschaft in Racice/Tschechien 2015

Vom 8. bis 18. August fand das traditionelle Sommertrainingslager der Rennmannschaft mit insgesamt 23 Aktiven und 4 Betreuern statt.

Nicht traditionell war der Ort des heurigen Trainingslagers – in den letzten rund 20 Jahren war das Team des RV Wiking auf der Olympiastrecke von 1972 in Oberschleißheim bei München zu Gast. Da diese heuer vom Deutschen Kanuverband in Beschlag genommen worden war, musste das Trainerteam letztes Jahr eine Alternative finden. Die Entscheidung fiel damals für Racice bei Roudnice nad Labem (zu Deutsch Ratschitz bei Raudnitz an der Elbe) in Tschechien, und es sollte sich herausstellen, dass damit ein absolut würdiger Ersatz für das liebgewonnene München gefunden wurde: wie in München gibt es eine künstliche, 2000 m lange Regattastrecke, die durch umgebende Bewaldung auch noch sehr windgeschützt ist und somit stets gute Ruderbedingungen garantiert. Die Strecke war u.a. Austragungsort der Ruder-WM 1993 und der heurigen Junioren-EM.

Am Samstag, den 8. August kam zunächst ein kleinerer Teil der Mannschaft, bestehend aus 10 Junioren (8 Mädels und 2 Jungs) und 2 Trainern im Sportzentrum Racice an und stellte fest, dass die Temperaturanzeige der Kleinbusse mal eben lockere 40°C Außentemperatur anzeigte. Da diese Hitze noch etwa eine Woche anhalten sollte, sahen sich die Trainer gezwungen, die Trainingszeiten auf morgens vor dem Frühstück (Trainingsbeginn 6 bzw. 7 Uhr) bzw. nach dem Abendessen kurz vor dem Dunkelwerden zu verlegen.  Ein Novum war dabei sicherlich, dass ganz entgegen dem sonstigen Trend bei den Aktiven Diskussionen ausbrachen, wer in der Früh denn schon um 6 Uhr trainieren dürfe und wer um 7 Uhr muss… 

Am Dienstag, den 11. August folgte auch noch der Rest der Mannschaft mit weiteren (vor allem jüngeren ) 13 Sportlern und 2 Trainern, womit der Gesamtstand von 23 Sportlern und 4 Betreuern (Junioren: Tevfik Mersin, Juniorinnen: Thomas Böhler, Schüler und Schülerinnen: Anja Quinn und Gernot Längle) erreicht war.

Wie immer gab es in der Regel zweimaliges tägliches Training auf dem Wasser. Neben dem ausgezeichneten und sehr sportgerechten Essen (viel Reis und Nudeln), das es 3x täglich im Restaurant an der Regattastrecke  gab, vertrieben sich die Sportler die recht lange Zeit zwischen Morgen- und Abendtraining mit Baden, Filmen und natürlich Schlafen. Etwaige Naschereien und Getränke wurden im „Kaufland“ in Roudnice erworben, das auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet hatte (und außerdem ein heimatliches Gefühl vermittelte, da auch bei den Trainingslagern in München in einem Supermarkt dieser Kette eingekauft wurde). Am Freitag erhielten die bis dahin hart trainierenden Sportler einen ganzen Tag trainingsfrei, der für einen Besuch der schönen tschechischen Hauptstadt Prag genutzt wurde. Bei einer Wanderung durch die Stadt wurde u.a. der Wenzelsplatz, die Karlsbrücke und die Prager Burg mit dem Veitsdom besichtigt. Wie auch stets in München waren am Ende des Tages Klagen (vorwiegend der Juniorinnen) zu hören, dass es viel zu wenig Zeit zum Shoppen gegeben habe.

Am Freitag Abend gab es dann (endlich) die ersten Vorboten des für Samstag versprochenen Regens. Der Samstag war jedoch mit Temperaturen knapp über 30°C noch recht warm, erst ab dem deutlich kühleren Sonntag wurde das morgendliche Training auf nach dem Frühstück verschoben. Richtig nass und deutlich kühler waren die beiden letzten Tage, was jedoch nach der vorangehenden Hitze als recht angenehm empfunden wurde. Zum letzten Abendessen fuhr die gesamte Mannschaft am Montag zum Pizzaessen ins nahegelegene Steti.

Am Tag der Abreise fanden am Ende eines tollen Trainingslagers am Vormittag noch die traditionellen Abschlussrennen statt, bevor es nach dem Abmontieren und Aufladen der Boote und einem letzten Essen im Sportzentrum auf die lange Reise ins heimatliche Ländle ging.

21.08.2015, Trainer





















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