Berichte

Wiener Internationale Regatta 2015

2 Tagessiege am Samstag und 2 Bronzemedaillen in den sonntägigen A-Finals gab es für die 14-köpfige Wiking-Mannschaft bei der letzten „großen“ (d.h. über die Normaldistanz) österreichischen Regatta vor der Sommerpause am 27./28.06.2015.

Inklusive der 2 Betreuer und Schiedsrichter Dan Tomac waren 17 Bregenzer Wikinger in Wien vor Ort und hatten 6 Boote am Start. Wieder gab es dabei in der offenen Klasse und bei den Junioren A am Samstag und Sonntag jeweils ein komplettes Rennen mit Vorlauf und Finale, während die Junioren B und Schüler am Samstag geloste Abteilungsrennen ruderten, deren Ergebnisse für die gesetzten Rennen am Sonntag herangezogen wurden.

JWA 1x:

Ganz auf den Einer hatte sich Sarah Reimann in den Wochen seit der Ottensheimer Regatta Ende Mai konzentriert, wo sie mit ihrem Abschneiden nicht  zufrieden war. Natürlich war nicht zu erwarten, dass sie in den 4 Wochen den gesamten Trainingsrückstand aufholen würde, aber es zeigte sich zumindest eine rudertechnische Verbesserung. Am Samstag erreichte Sarah im Juniorinnen A Einer (Jahrgang 1997/98) über 2000 m mit einem klaren 3. Vorlaufrang sicher das A-Finale. Dort konnte sie lange im Mittelfeld mitrudern und fiel erst gegen Ende des Rennens etwas zurück, konnte jedoch noch knapp den 5. Rang verteidigen.

Am Sonntag erwischte Sarah den wahrscheinlich etwas schwereren Vorlauf und verpasste bei dem berüchtigten (und bei vielen Ruderern verhassten) Wiener Gegensturm – Bedingungen, die Sarah überhaupt nicht liegen – mit einem 4. Rang deutlich hinter der drittplatzierten Villacherin Chiara Katholnig das A-Finale. Im B-Finale betrieb Sarah dann Schadensbegrenzung und feierte einen klaren Start-Ziel-Sieg.

JMB 1x:

Wie bereits in Ottensheim, wo er am Samstag einen Sieg feiern konnte und am Sonntag im A-Finale 5. wurde, startete Martin Bischof im Junioren B Einer (Jahrgang 1999/2000) über 1500 m. 20 gemeldete Boote bedeuteten 6 Abteilungen am Samstag – zum Erreichen des sonntägigen A-Finales war ein Sieg nötig. Von Beginn an ruderten Martin und Branislav Such aus der Slowakei an der Spitze des Feldes mit leichten Vorteilen für den Slowaken. Bei der Streckenhälfte legte Martin jedoch einen Gang zu und konnte ihn überrudern.  Auf den letzten 500 m wurde Martins Vorsprung immer deutlicher, schließlich holte er sich überlegen den Tagessieg.

Am Sonntag im A-Finale bei den erwähnten schwierigen Bedingungen, die den meisten Bregenzern nicht liegen (da auf dem Bodensee nicht/nur schwer trainierbar), sah Martin im Rennen zu passiv aus bzw. war er nur bemüht irgendwie durch die Wellen zu kommen – ein Eindruck, den er nach dem Rennen bestätigte. Martin verfehlte schließlich einen Medaillenplatz um etwa 4,5 Sekunden und erreichte Rang 4.

JMB 2x:

Nur etwa eineinhalb Stunden nach dem Einer musste Martin an beiden Tagen bereits wieder an den Start: mit seinem Partner Matteo Nussbaumer im Junioren B Doppelzweier. 17 gemeldete Boote bedeuteten 3 Abteilungen am Samstag. In der 3. Abteilung übernahmen Martin und Matteo früh das Kommando, sie mussten sich jedoch lange gegen das Boot von STAW verteidigen. Erst gegen Ende des Rennens wurde ihr Vorsprung deutlicher, schließlich gewannen die beiden die Abteilung und sorgten für den 2. Bregenzer Tagessieg.

Im sonntägigen A-Finale waren die beiden Slowaken Jakub Popelka und Adam Stiffel eine Klasse für sich und feierten einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Dahinter kam es zwischen den Booten von Villach, Pirat Wien und unserem Duo zum spannenden Kampf um die weiteren Medaillen. Zunächst lag das Villacher Boot an 2. Stelle, dahinter die Boote aus Bregenz und Wien. Auf den zweiten 500 m konnten Martin und Matteo die Villacher überholen und gingen als 2. auf die letzten 500 m. Dort ging ihnen bei dem starken Gegenwind etwas die Kraft aus, während die Piraten einen starken letzten 500er hinlegten und sich den 2. Platz sichern konnten. Leider passierte Martin und Matteo dann noch ein „Anfängerfehler“ – sie hörten bereits vor der Zielline auf zu rudern und trieben ins Ziel, wodurch das Villacher Boot es schaffte die beiden noch einzuholen – zum Glück nicht zu überholen, es gab ein totes Rennen um den 3. Platz und die Bronzemedaille sowohl für Bregenz als auch für Villach!

JWB 4x:

Nachdem der Juniorinnen B Doppelvierer wegen Schulveranstaltungen und privaten Verplichtungen für die Wiener Regatta umgebildet werden musste und in der Besetzung Anna Fröwis / Julia Hagspiel / Caroline Zlimnig / Laura Kessler an den Start ging (Anna gab ein Comeback auf der Normaldistanz, nachdem sie im Winter eigentlich schon mit dem Wettkampfrudern aufgehört hatte, mit Caroline ruderte außerdem eine "Anfängerin" ihr erstes Rennen über 1500 m), durfte eigentlich nicht allzu viel von den vier Mädels erwartet werden, insbesondere da diese Besetzung nur sehr wenige gemeinsame Trainingseinheiten hinter sich hatte. Am Samstag waren 10 Boote am Start, also 2 Abteilungen zu je 5 Booten. Trotz der schwierigen Wasserbedingungen und der offensichtlich noch fehlenden Feinabstimmung zwischen den Mädchen schafften es die vier das Boot recht gut zum Laufen zu bringen und erruderten einen ausgezeichneten 2. Platz.

Das gute Ergebnis vom Samstag bedeutete die Qualifikation für das sonntägige A-Finale. Hier zeigte sich, dass unser Boot am Samstag den etwas leichteren Lauf erwischt hatte und die drei Boote aus der anderen Abteilung sehr stark waren. Bei noch schwierigeren Bedingungen als am Samstag konnte unsere Crew jedoch wieder die Renngemeinschaft Donau Wien/STAW hinter sich lassen und ruderte auf den 5. Platz - den Umständen gemäß ein sehr zufriedenstellendes Resultat.

SchW 2x:

Ihr Debüt über die Normaldistanz in der Schülerklasse (Jahrgang 2001 und jünger) von 1000 m feierten Katharina Längle und Julie Praeg im Doppelzweier - in dem 6-Boote-Feld lief es am Samstag recht gut. Hinter dem überlegenen Boot von Donau Wien war unser Boot in einen spannenden Kampf um die Plätze dahinter verwickelt. Auf der ersten Streckenhälfte kämpften Kathi und Julie noch gegen das Boot von LIA Wien um den 2. Platz. Nachdem sich die Wienerinnen durchgesetzt hatten, sah es ganz nach einem 3. Platz für Bregenz aus, ehe die beiden auf den letzten Metern noch das Boot aus Völkermarkt vorbeiziehen lassen mussten und den 4. Platz belegten.

Am Sonntag kämpften Kathi und Julie wie alle nicht nur gegen ihre Konkurrentinnen, sondern auch gegen den starken Gegenwind. Es lief daher nicht ganz so gut wie am Vortag, trotzdem gab es wieder einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf, dieses Mal um den 4. Platz gegen das Boot des RC Wels. In einem äußerst knappen Zieleinlauf hatten unsere Mädchen leider um 0,19 Sekunden das schlechtere Ende für sich und wurden fünfte. Insgesamt kann man trotzdem von einem gelungenen Debüt sprechen.

SchM 4x+:

Bereits in Ottensheim am Start war der Schüler Doppelvierer mit Jonas Kienreich / Johannes Vogl / Jonathan Salzmann / Alexander Kiene. Während dieses Rennen in Ottensheim ohne Steuermann ausgetragen wurde, hatten die vier Jungs dieses Mal Julius Längle am Steuer mit dabei. Bei 7 startenden Booten gab es am Samstag 2 Läufe mit 3 bzw. 4 Booten. Unser Boot konnte in der 2. Abteilung mit 4 Booten einen guten 2. Platz errudern, klar hinter dem Boot aus Gmunden, aber auch deutlich vor dem Boot von Alemannia Korneuburg.

Am Sonntag waren ausnahmsweise nur 5 Boote im A-Finale am Start, nachdem jeweils der Letzte der beiden samstägigen Abteilungsrennen ins B-Finale gesetzt worden war. Hier trotzten die Bregenzer Burschen den schon mehrfach erwähnten schwierigen Bedingungen, die das Feld weit auseinanderzogen, und erkämpften schließlich hinter den Booten vom VST Völkermarkt und LIA Wien einen ausgezeichneten 3. Platz, was natürlich die vielumjubelte Bronzemedaille bedeutete. Hier wächst eine tolle Truppe heran, auf deren weitere Rennen man schon gespannt sein darf.

 

Ergebnis_WIRR_Samstag_2015.pdf

Ergebnis_WIRR_Sonntag_2015.pdf

09.07.2015, Trainer

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