Berichte

Vereinsmeisterschaften 2014

Als Abschluss der Wettkampfsaison fanden am 11. Oktober die Vereinsmeisterschaften 2014 statt.

Jeweils im Einer wurden die Vereinsmeister in den Klassen Schüler/Schülerinnen (Jahrgang 2000 und jünger) und Junioren/Juniorinnen (Jahrgänge 1996 bis 1999) ermittelt. Es wird bei den Junioren also nicht zwischen Junior A und B (Jahrgang 1996/97 bzw. 1998/99) unterschieden. Auf der traditionellen 500 m langen Regattastrecke vor dem Wiking gab es zunächst ein Einzelzeitfahren, die schnellsten 5 in jeder Klasse traten dann im Finale gegeneinander an.

Nach den Rennen der Vereinsmeisterschaft fand heuer außerdem ein Spaß-Rennen im C-Gig Doppelvierer mit Steuermann statt, das für alle offen war und bei dem die Mannschaften ausgelost wurden.

Das Einzelzeitfahren begann bei bewölktem Himmel und leichtem Nieseln, die Wasserbedingungen waren bei leichtem Wellengang nicht leicht, bei recht gleichbleibenden Wellen aber doch einigermaßen fair. Bis zu den Finalläufen hatte sich der Wellengang beruhigt und die Sportler fanden nahezu optimale Ruderbedingungen vor - nicht ganz so gut war das Wetter für die (wenigen) Zuschauer, hatte es doch richtig zu regnen begonnen.

 

Schüler:

Klarer Favorit in diesem Rennen war der frischgebackene Österreichische Schülermeister im Einer Martin Bischof - und er ruderte gleich eine überlegene Bestzeit, die ihn auch bei den Junioren locker ins Finale gebracht hätte. Genauso eindeutig war der 2. Platz für Anton Pappenheim. Dahinter ging es knapper her. Als drittschnellster qualifizierte sich Julius Längle für das Finale, knapp vor Alexander Kiene. Den letzten Finalplatz sicherte sich Jonas Kienreich, 2 Sekunden vor Johannes Vogl, der das Finale leider von außen erleben musste.

Auch im Finale ließ Martin Bischof nichts anbrennen und gewann dieses Rennen recht locker und trotzdem überlegen, womit er Schüler-Vereinsmeister 2014 wurde. Zwar klar, aber nicht so deutlich wie im Vorlauf, war der Vorsprung des Vizemeisters Anton Pappenheim auf den Gewinner der Bronzemedaille Alexander Kiene, der für Aufregung sorgte, als er nach der Zieldurchfahrt kenterte - abgesehen von einem nassen Ruderer glücklicherweise ohne weitere Folgen. Nur knapp (1,7 s) an der Medaille fuhr Jonas Kienreich vorbei, während Julius Längle das Rennen aufgab.

 

Schülerinnen:

In diesem Rennen gab es keine so klare Favoritin wie bei den gleichaltrigen Burschen, eine gewisse Favoritenrolle konnte jedoch Laura Keßler zugesprochen werden. Aber so ganz kampflos wollte sich Julie Praeg doch nicht geschlagen geben - zwar gewann Laura das Einzelzeitfahren, aber Julie kam bis auf 1,4 s an sie heran und wurde zweite. Mit deutlichem Rückstand auf Julie, aber auch deutlichem Vorsprung auf die Viertplatzierte wurde Katharina Längle dritte. Auf den Plätzen 4 und 5 und somit noch im Finale folgten ihre beiden Cousinen Pia Längle und Madlyn Koch, nur 0,3 s voneinander getrennt.

Im Finale sah es dann wie ein klarer Sieg für Laura Keßler aus. Dahinter gab es im Kampf um Platz 2, bei dem Julie Praeg das bessere Ende für sich zu haben schien, eine Kollision zwischen Julie und Katharina Längle, aus der Julie weitgehend schadlos hervorging, Katharina musste jedoch stehenbleiben, was sie den 3. Platz kostete, da Madlyn Koch die Situation nutzte und Katharina überruderte. Schließlich kam Katharina nur als vierte ins Ziel, noch knapp vor Pia Längle. Da es für die Wettkampfleitung bei fehlendem Albano-System (sprich: es gab keine Bojenketten, welche die Bahnen voneinander trennten) nicht eindeutig ersichtlich war, welches Boot seine Bahn verlassen und so die Kollision verursacht hatte, wurde die Entscheidung gefällt das Rennen nach kurzer Pause zu wiederholen.

Auch beim 2. Versuch gab es einen klaren Sieg und somit die Goldmedaille für Laura Keßler. Glücklicherweise hielten dahinter dieses Mal alle Boote ihre Bahnen ein, und es gab ein eindeutiges Ergebnis: Silber für Julie Praeg, Bronze für Katharina Längle, Platz 4 und 5 gab es für die Vorjahrssiegerin Madlyn Koch und Pia Längle. Das Ergebnis entsprach somit wohl jenem, welches es beim 1. Versuch ohne Kollision höchstwahrscheinlich auch gegeben hätte...

Junioren:

Als einziger Junior A in diesem Rennen mit recht kleinem Starterfeld war der Vorjahrs-Bronzemedaillengewinner Lukas Klement klarer Favorit. Bei nur 5 Startern war das Einzelzeitfahren eigentlich (fast) eine reine Formsache - da alle 5 Jungs bereits hier unterschiedliche Boote ruderten und somit auch nicht das Vorrecht bei der Bootswahl für das Finale bestimmt werden musste, ging es nur noch um die Bahnverteilung im Finale. Klar die schnellste Zeit ruderte Lukas Klement, knapp war das Renen um die Plätze 2 und 3 zwischen Viktor Beck und Matteo Nussbaumer - Viktor behielt um 0,7 s die Oberhand. Klare Verhältnisse gab es wiederum dahinter mit Platz 4 für Lukas Grill und Platz 5 für den Newcomer Florian Bischof, den sein Bruder Martin vor knapp 3 Monaten zum Rudern geholt hatte und der mit den anderen drei Junioren B in diesem Rennen bei der Österreichischen Meisterschaft einen Doppelvierer gebildet hatte (8. Rang).

Das Finale bestätigte das Ergebnis des Einzelzeitfahrens: Klarer Sieger und Vereinsmeister wurde Lukas Klement mit Tagesbestzeit - für ihn war die Vereinsmeisterschaft das letzte Rennen als Junior. Silber und Bronze gab es, wieder mit minimalem Abstand (0,8 s), für Viktor Beck und Matteo Nussbaumer, während Lukas Grill vierter bzw. Florian Bischof fünfter wurde.

 

Juniorinnen:

Im Rennen der Juniorinnen gab es mit Sarah Reimann, die vor 3 Wochen Österreichische Meisterin im Juniorinnen B Doppelzweier geworden war, eine klare Favoritin. Man durfte jedoch auf den Angriff ihrer Doppelzweier-Partnerin und somit natürlich ebenfalls Österreichischen Meisterin Anna Fröwis gespannt sein. Um es gleich vorwegzunehmen: Leider kam es nicht zu diesem Duell, da Anna sich seit dem Vorabend des Rennens nicht wohl fühlte, wohl aufgrund eines verstimmten Magens. Zwar wollte sie es sich zunächst nicht nehmen lassen, sich bei dieser Meisterschaft zu präsentieren und qualifizierte sich als fünfte des Einzelzeitfahrens auch für das Finale, sie spürte aber, dass sie nicht die gewohnte Leistung bringen konnte und gab für das Finale w.o. Das Einzelzeitfahren wurde von Sarah gewonnen, nur 3,4 s dahinter konnte Julia Hagspiel, die erst heuer mit dem Rudern begonnen hatte, den zweiten Platz ergattern. Dritte wurden ex aequo die Doppelviererpartnerinnen von Sarah und Anna, nämlich Lisa-Maria Germ und Veronika Bohle. Wie bereits erwähnt wurde Anna fünfte. Nach ihrem Verzicht auf das Finale rückte die ursprünglich Sechstplatzierte des Einzelzeitfahrens Sophie Gächter auf den freien Finalplatz nach.

Wie Martin Bischof löste Sarah Reimann im Finale die nicht immer leichte Aufgabe, als klare Favoritin ein Rennen gewinnen zu "müssen", souverän und sicherte sich die Goldmedaille. Silber gab es, wie nach dem Vorlauf zu erwarten, für Julia Hagspiel. Im Kampf um Platz 3 hatte Veronika Bohle leider mit Steuerschwierigkeiten zu kämpfen, was es Lisa-Maria Germ etwas leichter machte die Bronzemedaille zu gewinnen. 2 s hinter Lisa-Maria wurde Veronika schließlich vierte, noch vor der fünftplatzierten Sophie Gächter.

 

C-Gig Doppelvierer:

In diesem gelosten Jux-Rennen siegte das Boot "Frigga" mit der Mannschaft Lukas Klement/Sarah Reimann/Beatrice Jäger/Myriam Klement/Stm. Noah Baldauf vor dem Boot "Siegfried" mit Martin Bischof/Lisa-Maria Germ/Julie Praeg/Johannes Vogl/Stf. Katharina Längle und dem Boot "Pfänder" mit Pia Längle/Matteo Nussbaumer/Veronika Bohle/Jonathan Salzmann/Stf. Laura Keßler, den vierten Platz gab es für "Sankt Gebhard" mit Florian Bischof/Katharina Jäger/Carlotta Haller/Madlyn Koch/Stm. Julius Längle.

 

Am Sonntag, den 12. Oktober fand dann im Rahmen des offiziellen Endes der Rudersaison, dem Abrudern, bei strahlendem Sonnenschein die Siegerehrung statt - durchgeführt wurde sie vom Vositzenden Jugend- und Leistungssport Peter Kapeller und Cheftrainer Thomas Böhler. Als Siegespreis gab es für die Vereinsmeister je einen Gutschein für einen Ruderanzug, die drei Erstplatzierten jeder Bootsklasse erhielten natürlich Medaillen, und schließlich gab es für alle Regattateilnehmer Süßigkeiten.

Nach Dankesworten und Geschenken der Jugendlichen an Vereinsobmann, Vorsitzenden Sachanlagen und Bootswart in einer Person Josef Böhler sowie die Trainer Thomas Böhler, Tevfik Mersin, Teresa Köppel und Aurelia Hollersbacher und dem traditionellen Gruppenfoto der Rennmannschaft ging die Saison 2014 schließlich mit einem gemütlichen Beisammensein zu Ende.

 

Ergebnis_Einzelzeitfahren_VM_2014.xlsx1

Ergebnisliste_Finallaeufe_VM_2014.xlsx

Ergebnis_Mixed_C4x_.xlsx

13.10.2014, Trainer

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