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15. Endrang für Simon Büchele bei U23 WM

Aufgrund der Olympischen Spiele fanden die heurigen U23-Weltmeisterschaften vom 11. bis 15. Juli ungewöhnlich früh statt. Schauplatz der Titelkämpfe war Trakai in Litauen. Mit dabei war auch „unser“ Wikinger Simon Büchele, nachdem er sich nach guten Saisonleistungen mit seinen Partnern Martin Wolf, Clemens Obrecht (beide WSV Ottensheim) und Thomas Strassegger (RV Villach) im Männer-B-Doppelvierer dafür qualifiziert hatte. Insgesamt waren 19 Boote gemeldet.

Nachdem die unmittelbare Wettkampfvorbereitung im Rahmen von Trainingslagern in Ottensheim absolviert worden war, reiste die Mannschaft hochmotiviert nach Litauen, wo am 12. Juli bereits der Vorlauf stattfinden sollte. Dort warteten die Boote aus Estland, Rumänien, Lettland und Tschechien auf unser Team. Die Ausgangsposition war so, dass die beiden ersten direkt ins Semifinale A/B aufstiegen, für die restlichen Boote würde der Weg dorthin nur über den Hoffnungslauf führen. Die österreichische Crew ging das Rennen beherzt an und lag nach 500 m an dritter Stelle, weniger als 1 s hinter Estland und Tschechien. Bei der Streckenhälfte hatte Tschechien Estland überholt, beide Teams konnten sich jedoch um 2-3 s vom immer noch drittplatzierten österreichischen Boot absetzen. Bis zu 1500 m  hatte sich dieser Vorsprung weiter vergrößert und die Österreicher kamen nun durch das rumänische Boot unter Bedrängnis. Auf den letzten 500 m erkannten unsere Jungs, dass es in Hinblick auf den direkten Aufstieg nichts mehr zu holen gab und ließen die Rumänen ziehen. Somit beendeten sie den Lauf als vierte.

 

BM4x Heat 3:

1. CZE                        5:52.92

2. EST                         5:55.49

3. ROU                      6:00.73

4. AUT                      6:06.84

5. LAT                       6:11.89

 

Als nächstes stand für unsere Jungs daher am 13.7. der Hoffnungslauf auf dem Programm. Es ging gegen Ungarn, Schweiz, Deutschland, Weißrussland und Lettland um einen der beiden ersten Plätze, die den Aufstieg ins Semifinale A/B bedeuteten. Nach 500 m und 1000 m lag Simon mit seinen Kollegen an 4. Stelle hinter den führenden Deutschen, dahinter die Schweiz vor den Weißrussen (bei 500m noch vor den Schweizern). Auf den dritten 500 m kam dann die Attacke der Ungarn, denen es gelang an unserem Boot und Weißrussland vorbeizugehen, womit Österreich nun am fünften Rang lag, jedoch seinerseits Druck auf die Weißrussen machte und diese auf den letzten 500 m noch überholte. Am Ende war es wieder der 4. Platz, welcher leider den Gang ins Semifinale C/D (Plätze 13-19) bedeutete. Wirklich ärgern musste sich unsere Crew nicht, war der Abstand auf den 2. Platz mit 7 s doch klar. (Anders dagegen die Ungarn, die um 0,06 s das Semifinale A/B verpassten.)

 

BM4x Repechage 2:

1. GER           6:03.68

2. SUI             6:05.24

3. HUN           6:05.40

4. AUT           6:12.42

5. BLR            6:16.63

6. LAT             6:19.26

 

Im Semifinale C/D am gleichen Tag gegen USA, Polen und Lettland ging es um einen der 3 ersten Plätze, der eine Teilnahme im Finale C bedeutete (somit Plätze 13-17, da bei insgesamt 19 Booten im zweiten Semifinale C/D bei 3 Startern nur die ersten 2 ins Finale C kamen). Somit würde es genügen, wenn unser Boot wie in den beiden vorangegangenen Läufen die Letten schlagen würde, was die vier auch schafften.

 

BM4x Semifinal C/D 1:

1. USA           6:09.26

2. POL            6:09.38

3. AUT           6:12.63

4. LAT            6:14.28

 

Im Finale C ging es am 14.7. schließlich um die endgültigen Platzierungen. Gegner waren Ungarn, USA, Norwegen und Polen. Nach einem gelungenen Start lag Österreich nach 500 m an zweiter Stelle hinter den USA, auf den zweiten 500 m mussten sie jedoch Polen und die knapp am Einzug ins Semifinale A/B gescheiterten Ungarn vorbeiziehen lassen. Auf den dritten 500 m zeigten unsere Burschen aber nochmals ihren Kampfgeist und schafften es die Ungarn zu überrudern. Den 3. Zwischenrang gaben sie bis ins Ziel nicht mehr her, was im Gesamtklassement den 15. Rang unter 19 Booten bedeutete.

 

BM4x Final C:

1. POL            6:22.16

2. USA           6:25.83

3. AUT           6:27.50

4. HUN           6:28.28

5. NOR           6:29.55

 

Damit ist für Simon die internationale Saison vorbei, nach einem wohlverdienten Urlaub steht im September noch die Österreichische Staatsmeisterschaft auf seinem Programm.

 

Am kommenden Wochenende (21./22.7.) steht bereits das nächste internationale Großereignis an: Reingard Köb ist mit ihrer Partnerin Helena Redlinger (WSV Ottensheim) im Juniorinnen-Doppelzweier beim Coupe de la Jeunesse in Banyoles, der Regattastrecke der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona, am Start. Dabei wird es am Samstag und Sonntag je einen Vorlauf mit Finale geben. Viel Glück!

19.07.2012, Trainer



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