Berichte

Bled International Rowing Regatta 11.-13.6.2021

Zum ersten Mal seit 2017 unternahm wieder eine Bregenzer Mannschaft die Reise nach Slowenien zur Internationalen Regatta am wunderschönen Bleder See, auf dem bereits die einen oder anderen Ruderweltmeisterschaften stattgefunden haben, u.a. hätte die abgesagte WM 2020 dort über die Bühne gehen sollen. Die Bregenzer Ruderer gewannen 4 Medaillen.

Die Regatta in Bled fand bei schönem sonnigen Wetter bei leichtem bis mäßigem Wind statt. In Bled gibt es am Samstag und Sonntag vormittags zweimal Finalläufe in allen ausgeschriebenen Rennen, die Vorläufe finden (falls notwendig) jeweils am Nachmittag des Vortags statt und beginnen somit Freitag nachmittags. Aufgrund der langen Anreise trat die aus 5 Sportlern bestehende Bregenzer Mannschaft diese größtenteils schon am Donnerstag an und nutzte die Zeit bis zum Start der Regatta u.a. auch noch zum Training.

Juniorinnen A Zweier ohne (Samstag)

Chiara und Saskia Dueler traten wie bei schon fast allen diesjährigen Rennen gegen das Linzer Duo Greta Haider/Sophie Danninger an, weitere Gegnerinnen waren die Boote des Ungarischen Ruderverbands, des Veslarsky klub Hamr (Tschechien) und der Olympic Reserve School (Modawien). Die Ungarinnen starteten sehr schnell, und auch die Bregenzerinnen waren nach 500 m als 2. noch an der Spitze dabei. Nach ca. 750 m machten sich bei doch störendem Seitenwind die eher wenigen Trainingskilometer der Dueler-Zwillinge in diesem Boot (z.T. da die beiden erst seit Jänner riemenrudern, aber auch aufgrund der schlechten Trainingsbedingungen auf dem Bodensee) bemerkbar – das Boot wurde etwas instabiler und die beiden mussten die Linzerinnen, die schließlich klar siegten, und auch die Tschechinnen passieren lassen. Es blieb aber auch auf den zweiten 1000m ein knappes Duell mit den Ungarinnen, das Chiara und Saskia erst im Endspurt doch noch um 1,35 Sekunden für sich entscheiden konnten, wodurch sie die Bronzemedaille gewannen! Auch den Rückstand auf die Linzerinnen konnten sie mit knapp 12 Sekunden kleiner halten als noch bei der EUROW in Ottensheim.

Juniorinnen A Vierer ohne (Sonntag)

Obwohl sich die Wiking Linz-Crew vor 2 Wochen im Rahmen der EUROW dazu entschieden hatte, hinsichtlich einer möglichen internationalen Entsendung dem Zweier den Vorzug gegenüber dem Vierer mit Bregenzer Beteiligung zu geben, war vereinbart worden, am Sonntag noch einmal im Vierer anzutreten. Nach dem samstägigen Rennen gegeneinander im Zweier bestritten die Linzerinnen Greta Haider/Sophie Danninger am Sonntag gemeinsam mit Chiara und Saskia Dueler den Juniorinnen A Vierer ohne und ruderten dabei (im Linzer Dress) gegen 2 Boote des Ungarischen Ruderverbands. Dass die Ungarinnen schnell starten können, zeigte ihr erstes Boot auch in diesem Rennen, doch die Wiking-Crew aus Linz und Bregenz konnte ihnen dicht auf den Fersen bleiben und verwandelte auf den zweiten 500m einen knappen Rückstand in einen knappen Vorsprung, während das zweite ungarische Boot bereits auf der ersten Streckenhälfte deutlich zurückfiel. Aber auch auf der zweiten Streckenhälfte ruderten die Wikingerinnen ein starkes Rennen. Sie gewannen nach und nach immer klarer die Oberhand und damit auch das Rennen mit einem am Ende deutlichen Vorsprung von 10,56 Sekunden und (bei Mitwind) auch einer sehr guten Zeit von 7:02,31.

Frauen Achter (Samstag und Sonntag):

Sarah Reimann wurde von einer größtenteils aus Linzer Ruderinnen bestehenden Mannschaft als Verstärkung verpflichtet, nachdem sie nach Abschluss ihres Studiums in Minnesota vor kurzem aus Amerika heimgekehrt war. Unter dem Namensmonstrum „Renngemeinschaft Linzer RV Ister/RV Wiking Linz/RV Wiking Bregenz/Karlsruher RV Wiking“ traten Philumena Bauer, Rosa Hultsch, Sarah Reimann, Ann-Karolin Krause, Katja Brabec, Klara Hultsch, Mira Steinbeck, Marie Steinbeck und Steuerfrau Theresa Danninger gegen Achter von der Amsterdamer Studenten Roeivereeniging Nereus und des Ungarischen Ruderverbands an. An beiden Tagen holten sich die Holländerinnen klar den Sieg, aber ebenso klar vor den Ungarinnen konnte sich die Renngemeinschaft mit Bregenzer Beteiligung jeweils die Silbermedaille sichern und waren am Sonntag auch etwas dichter an den Holländerinnen dran als noch am Samstag. Dabei waren die Ungarinnen vor allem auf den ersten 1000m im Kampf um Silber dabei, fielen auf der zweiten Strecke dann aber ab. Trotz fast keinem Training vor den Rennen fügte sich Sarah gut in die Mannschaft ein, deren nächstes Ziel die Teilnahme an der traditionellen Regatta in Henley ist…

Junioren A Doppelzweier (Samstag und Sonntag):

Der Doppelzweier mit Fabian Kienreich und Dominik Reimann war das einzige Bregenzer Boot, das sowohl am Freitag als auch am Samstag nachmittags jeweils einen Vorlauf bestreiten musste und somit zusammen mit den Finalläufen insgesamt 4 Rennen zu absolvieren hatte. Dabei gab es in ihrem Vorlauf am Freitag leider nichts für die beiden zu holen, womit sie am Samstag ins Finale C gesetzt wurden. Dort kämpften sie gegen die Boote vom TJ Jiskra Otrokovice (Tschechien) und der Olympic Reserve School (Moldawien) um den 4. Rang, hatten aber (v.a. gegen die Moldawier äußerst knapp) das Nachsehen und beendeten das Rennen auf Rang 6.

Nach einem 4. Rang im Vorlauf am Samstag starteten Fabian und Dominik am Sonntag im Finale B. Dort konnten sie auf den ersten 500m noch mit dem Boot vom Veslacki klub Tamis (Serbien) mithalten, mussten schließlich jedoch mit dem 6. Rang Vorlieb nehmen.

15.06.2021, Trainer

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