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Chiara und Saskia Dueler für den Coupe de la Jeunesse 2021 in Ottensheim nominiert!

Im Rahmen der 2. Ottensheimer Regatta im Jahr 2021 am 3. und 4. Juli fanden auch die Nominierungen fürs Nationalteam in den Nachwuchsklassen statt. Chiara und Saskia Dueler werden Österreich beim diesjährigen Heim-Coupe de la Jeunesse vom 6. bis 8. August in Ottensheim gemeinsam mit den Linzerinnen Greta Haider und Sophie Danninger im Vierer ohne vertreten.

Wie vor gut 1 Monat ging in Ottensheim eine Regatta in den Nachwuchsklassen (bis U23) über die Bühne. Das Teilnehmerfeld war überschaubar und v.a. im Vergleich zu Ende Mai viel kleiner, wobei mit Ausnahme einer Abordnung aus Kaufering keine ausländischen Vereine mehr vertreten waren. Bei nur wenig Wind waren die geruderten Zeiten am Sonntag im Allgemeinen deutlich langsamer als am Samstag.

Juniorinnen A Vierer ohne Steuerfrau:

In Ermangelung von Gegnern in ihren jeweiligen Bootsklassen ruderten die Coupe de la Jeunesse-Aspirantinnen im Vierer ohne Greta Haider/Saskia Dueler/Chiara Dueler/Sophie Danninger (Wiking Linz/ Wiking Bregenz) und im Doppelvierer Sophie Damberger/Emma Damberger/Valentina Blechinger/Linda Weitmann (RC Wels/WSV Ottenshein), wobei Sophie Damberger an diesem Wochenende für Lisa Zehetmair einsprang, gegeneinander, wobei der Vierer ohne als langsamere Bootsklasse 10 s Vorsprung erhielt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag startete der Vierer mit Bregenzer Beteiligung schnell und konnte die 10 s Vorsprung auf den ersten 500m halten. Dann kam der Doppelvierer jedoch auf, konnte den Vierer ohne auf der 2. Streckenhälfte überholen und vor allem im Endspurt noch einen Vorsprung von ca. 4,5 s (Samstag) bzw. ca. 6,5 s (Sonntag) herausholen und war somit 14,5 bzw. 16,5 s schneller, was in Relation eine etwa gleiche Leistung (Samstag) bzw. einen leichten Vorteil für den Doppelvierer (Sonntag) bedeutete (die Weltbestzeit im Doppelvierer ist um 14,04 s schneller als jene im Vierer ohne).

Juniorinnen A Zweier ohne Steuerfrau:

Neben den beiden „Standardbooten“ von Wiking Linz (Haider/Danninger) und Wiking Bregenz (Dueler/Dueler) war dieses Mal mit LIA Wien (Loh/Bartl) ein dritter Zweier am Start. Bereits im Training hatte sich gezeigt, dass das Bregenzer Boot im Vergleich zu den letzten Rennen wieder besser läuft, Chiara und Saskia bestätigten diesen Eindruck mit guten Rennen: Bei Mitwind starteten sie am Samstag gewohnt schnell und lieferten sich dann lange einen harten Kampf mit den Linzerinnen, die erst kurz vor der 1500m Marke in Führung gehen und mit einem starken Endspurt doch noch einen Vorsprung von 4,23 s herausrudern konnten. Chiara/Saskia konnten damit den Rückstand im Vergleich zum letzten Duell in Bled (knapp 12 Sekunden) deutlich verringern und verbesserten ihre bisherige Bestzeit um ca. 13 s! Die Wienerinnen kamen 13,6 s hinter den Siegerinnen ins Ziel.

Am Sonntag konnte das Linzer Duo zwar bereits nach etwa 600m die Führung übernehmen und früher einen entscheidenden Vorsprung auf Chiara und Saskia herausrudern, dafür konnten die Bregenzerinnen das Linzer Endspurt-Tempo etwas besser halten – schließlich betrug der Vorsprung der Linzerinnen 5,73 Sekunden und war damit nur wenig mehr als am Samstag, der Lohn war die Silbermedaille für Chiara/Saskia. Die Wienerinnen wurden mit einem Rückstand von 11,03 s wieder dritte.

Juniorinnen B Doppelvierer:

Ihre allerersten Rennen bestritten Lea Wellmann/Sara Sarigül/Romea Biasi/Sofia Palacios-Swoboda im Doppelvierer der 15/16jährigen Mädchen. Mit dem primären Ziel Rennerfahrung zu sammeln wurden die vier in einem 5-Bootefeld erwartungsgemäß an beiden Tagen 5., schlugen sich auf der 1500m langen Strecke aber wacker und konnten auch den Rückstand auf das vor ihnen platzierte Boot von Wiking Linz von Samstag auf Sonntag von knapp 10 auf gut 5 s verringern.

Junioren B Doppelvierer:

Im Rennen der 15/16jährigen Burschen hatten Oliver Sigl/Laurin Natter/Lino Hepberger/Elias Mangold leider nur einen Gegner, nämlich ein Boot des Wiener Ruderverbands (Ruderer von Argonauten und Pirat Wien), gegen den die Bregenzer Burschen, von denen die meisten erst ihre zweite Regatta bestritten, an beiden Tagen deutlich das Nachsehen hatten. Außerdem war in dem Rennen (in Ermangelung eines Gegners im eigenen Rennen) ein schneller Vierer ohne von LIA Wien dabei, der jeweils das schnellste Boot war.

 

Noch am Sonntag erfolgten die Nominierungen der Nationalteams. Im Vorfeld waren im Juniorinnen A Zweier ohne die im Riemenbereich routinierteren Haider/Danninger von Wiking Linz (sie wären z.B. für die abgesagte Junioren-EM 2020 nominiert gewesen) gegenüber den Bregenzer Newcomern Chiara und Saskia Dueler über die gesamte Saison gesehen ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, auch wenn die Dueler-Sisters abgesehen von einem Tief Ende Mai/Anfang Juni in Schlagdistanz waren und sogar 2 der Duelle gewinnen konnten. Es stellte sich natürlich die Frage, ob man mit dem schnelleren Zweier oder einem gemeinsamen Vierer den Coupe de la Jeunesse anpeilen will. Sowohl der Linzer Zweier v.a. im Rahmen der EUROW in Ottensheim, aber dann auch der Vierer bei der Regatta in Bled hatten jeweils sehr gute Leistungen gezeigt. Schlussendlich kam es zu einer Salomonischen Lösung, die beim Coupe de la Jeunesse möglich ist, wo am Samstag und Sonntag jeweils Rennen in allen Bootsklassen ausgetragen werden: Das Linzer Duo wird am Samstag im Zweier antreten, die Sonntags-Rennen werden Greta Haider/Saskia Dueler/Chiara Dueler/Sophie Danninger im Vierer bestreiten – für die Bregenzer Zwillingsschwestern der verdiente Lohn für die harte Arbeit in den letzten Monaten! Gecoacht werden beide Boote von Daniel Mate, dem Trainer der Linzerinnen. Herzliche Gratulation zur Nominierung und alles Gute für den Heim-Coupe!

07.07.2021, Trainer

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